Noch eine spezielle Geschichte: Luzi Stamm lief mit einer Million Euro Falschgeld durchs Bundeshaus

Der Aargauer SVP-Politiker Luzi Stamm kaufte in Bern ein Gramm Kokain mit dem Ziel, der Drogen-Mafia in der Schweiz das Handwerk zu legen. Es ist nicht das erste Mal, dass er mit einer skurrilen Geschichte für Aufsehen sorgte.

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Luzi Stamm erklärt, wieso er im Bundeshaus eine Million Euro Falschgeld dabei hatte. (Videos: Tele M1)

Der Kokain-Kauf von Luzi Stamm ist nach wie vor Gesprächsthema im Bundeshaus. Am Dienstagabend hatte der Argauer SVP-Nationalrat in Bern ein Gramm der Droge bei einem Dealer erstanden. Der Rechtsanwalt gab am nächsten Morgen seine Geschichte der Polizei zu Protokoll. Mit seiner Strafanzeige wolle er nicht nur, dass der Dealer bestraft wird, sondern auch die Politik wachrütteln.

Erst vor wenigen Monaten war der Politiker im Bundeshaus schon einmal mit einer anderen speziellen Geschichte aufgefallen. Er war während der Wintersession mit einer Million Euro Falschgeld in einem Koffer durch das Bundeshaus gelaufen. Das berichtet Tele M1 – mehrere Politiker aus dem Bundeshaus haben dem Regionalsender davon erzählt.

Koffer voller Falschgeld

Gegenüber Tele M1 bestätigt der Rechtsanwalt aus Baden AG die Geschichte. Das Falschgeld habe einem Klienten gehört. Weil Session gewesen sei, habe er es im Koffer in Bern dabei gehabt. Er habe es sofort von Spezialisten begutachten lassen. Wegen des Anwaltsgeheimnisses könne er nicht mehr dazu sagen.

Luzi Stamm über seinen Kokain-Kauf: «Er fuhr auf mein Wort ‹high› ab.»

Rütteln die Falschgeld- und Kokainkauf-Geschichten an der Glaubwürdigkeit von Luzi Stamm? Nein, findet Maximilian Reimann, ein anderer Aargauer SVP-Nationalrat, der von seiner Kantonalpartei wie Stamm auch nicht wieder auf die Kandidatenliste für die Nationalratswahlen im Herbst gesetzt worden ist. Er attestiert seinem Parteikollegen "hervorragende Arbeit". Laut TeleM1 steht auch die Parteileitung der SVP Aargau hinter Luzi Stamm. (pz)