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Öffnung des Agrarmarkts: Nicht nur eine Gefahr

Redaktor Richard Clavadetscher über die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft.
Richard Clavadetscher
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Will sich die Schweizer Exportindustrie erfolgreich in neuen Märkten positionieren, führt dies über die Senkung der Schutzzölle im Agrarbereich. Denn diese neuen Märkte befinden sich in Staaten mit starker landwirtschaftlicher Produktion. Freihandelsabkommen wird es mit ihnen deshalb nur geben, wenn sie ihre Agrarprodukte vorteilhaft exportieren können.

Dass dies für die Schweizer Landwirtschaft Probleme gibt, liegt auf der Hand, denn sie kann aufgrund der geografischen und klimatischen Bedingungen ohne Schutz nicht existieren. Bundesrat und Landwirtschaft sind sich dieser Problematik bewusst, wie die heftigen Reaktionen von bäuerlicher Seite auf die bundesrätlichen Pläne für eine Landwirtschaftspolitik nach 2022 zeigen. Klar ist schon heute, dass sich die Landwirtschaft wird bewegen müssen, denn es kann auf Dauer ja nicht sein, dass eine Branche mit einem Anteil am Bruttoinlandprodukt von gerade einmal 0,7 Prozent die ganze Exportindustrie in Geiselhaft nimmt.

Klar ist aber auch, dass Wege gefunden werden müssen, um den Bauern das Überleben zu ermöglichen. Am Mercosur wird nun festgemacht, dass Eile geboten sei, hier eine Lösung zu finden, weil die EU sich bald mit ihm einige. Für die Schweiz geht es um ein Exportvolumen von gerade mal einem Prozent, wovon drei Fünftel pharmazeutische Produkte ohne prohibitiv hohe Zölle sind. Potenzial hin oder her, der Mercosur taugt nicht dazu, den Bauern gleich das Messer an den Hals zu setzen. Um sie hinter dem Ofen hervorzulocken aber schon. Denn Mercosur ist für unsere Bauern nicht nur eine Gefahr, sie bietet manchen von ihnen durchaus auch Chancen.

Richard Clavadetscher

schweiz@luzernerzeitung.ch

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