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ÖV: SBB prüft Umstieg auf einstöckige Züge

Im Grossraum Zürich prüft die SBB, ob sie teilweise von Doppelstockzügen wieder auf einstöckige Zugkompositionen umsteigen will. «Auf stark frequentierten Kurzstrecken überdenken wir die Doppelstockstrategie», sagte SBB-CEO Andreas Meyer in einem Zeitungsinterview.
Ein Doppelstock-Zug der SBB. (Bild: Keystone)

Ein Doppelstock-Zug der SBB. (Bild: Keystone)

Ein Problem bei den Doppelstockzügen seien die «sehr langen Ein- und Ausstiegszeiten» wegen der Treppen. «Auf solchen Kurzstrecken könnten einstöckige Züge mit mehr Stehplätzen und schnelleren Fahrgast-Wechselzeiten auch die bessere Lösung sein», sagte Meyer im am Montag veröffentlichten Interview mit der «Aargauer Zeitung/Die Nordwestschweiz».

Orientierungshilfe im Grossbahnhof

Kopfzerbrechen bereiten den SBB-Oberen auch die Ströme von Menschen, die sich täglich durch die Grossbahnhöfe bewegen. Für Menschen, die nur ab und zu den Zug benutzen, ist die Orientierung in solchen Menschenmassen schwierig. «Der Bahnhof Zürich ist mit seiner Grösse für Gelegenheitsnutzer eine Herausforderung», sagte Meyer.

Die SBB will Passagieren eine Orientierungshilfe bieten. Der für Smartphones konzipierte «öV-Navigator» soll Reisende «auf direktem Weg von einem Gleis zum anderen führen». Bei Bedarf lotse der Navigator einen Passagier auch zu einem Café oder einem Blumenladen.

Geplant sei, den öV-Navigator im Juni 2014 am Bahnhof Zürich einzuführen - zeitgleich mit der Eröffnung der Durchmesserlinie in Zürich. Später könnten laut Meyer auch Navigatoren für grosse Bahnhöfe wie Basel, Bern oder Luzern dazukommen.

Druck auf Mobilfunkanbieter

Wegen schlechten Mobilfunk- und Internetempfangs in den Zügen stehen die SBB seit Jahren in der Kritik. Sie hat deshalb begonnen, ihre Fernverkehrszüge mit Signalverstärkern auszurüsten. Bis Ende 2014 sollen alle Fernverkehrszüge ausgestattet sein, bis 2020 auch die Regionalverkehrszüge.Doch die SBB sieht sich nicht alleine in der Verantwortung für die Funklöcher während einer Zugfahrt. Das Antennennetz entlang der Strecken müsse dichter werden, forderte Meyer. Die SBB sei derzeit daran, «eine Analyse darüber machen zu lassen, welcher Provider wo welche Löcher hat». Die fertige Analyse werde dann ins Internet gestellt.

Meyer warnt vor Nein zu FABI

Meyer äusserte sich auch über die Konsequenzen für die SBB, sollte das Stimmvolk am 9. Februar die FABI-Vorlage über die neue Bahnfinanzierung ablehnen. Die SBB habe beim Unterhalt des Schienennetzes einen Nachholbedarf von rund zwei Milliarden Franken.

«Ohne FABI können wir das nicht abbauen und ein Ausbau wäre auf längere Zeit nicht mehr möglich», sagte der SBB-Chef. «Gibt es nicht mehr Geld, dann müssten wir wohl einige Projekte - unter anderem auf der Ost-West-Achse von St. Gallen bis Genf - aufschieben.»

sda

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