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PETARDEN-URTEIL: Jetzt spricht der Anwalt des Opfers

Nach dem erstinstanzlichen Urteil durch das Bundesstrafgericht gegen einen Mann aus Herisau wegen eines folgenschweren Petardenwurfs, übte dessen Anwältin Kritik am Gericht. Dieses habe zwei Gutachten zu wenig gewürdigt, welche das Ausmass des Gehörschadens beim damals 48-jährigen Luzerner Opfer relativierten.
Knallkörper und Rauch auf dem Feld: Wegen der Vorfälle kam es im Match vom Februar 2016 zwischen Luzern und St.Gallen sogar zu einem Spielunterbruch. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 21. Februar 2016))

Knallkörper und Rauch auf dem Feld: Wegen der Vorfälle kam es im Match vom Februar 2016 zwischen Luzern und St.Gallen sogar zu einem Spielunterbruch. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 21. Februar 2016))

Nun erklärt der Anwalt des Opfers, dass es zwei von unabhängigen Medizinern erstellte Gutachten gebe, welche übereinstimmend zum Schluss gelangten, dass die Hörschädigung des Opfers «zweifellos auf den Vorfall vom 21. Februar 2016» zurückzuführen sei. Diese Gutachter hätten sich sehr wohl mit dem von der Anwältin des Täters erwähnten Suva-Gutachten auseinandergesetzt und dieses «in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise» widerlegt.

Das Gericht habe die Gutachten somit korrekt gewürdigt. Im Übrigen hätten beide Gutachter übereinstimmend bestätigt, dass das Opfer seit dem Vorfall an einem Tinnitus zweiten Grades und damit unter einhergehenden Schlaf- und psychischen Störungen leide. Gemäss eines psychiatrischen Gutachtens leide das Opfer an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Von einer Vorerkrankung könne somit keine Rede sein.

red

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