CVP nominiert zwei Frauen: Peter Hegglin ist ein bisschen enttäuscht

Im Kampf um einen Bundesratssitz hat der Zuger Ständerat Peter Hegglin das Nachsehen: Die Bundeshausfraktion der CVP setzt auf ein reines Frauenticket. Für Hegglin hat dies mehrere Gründe.

Harry Ziegler
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Der Zuger Ständerat Peter Hegglin (kleines Bild) wird am 5. Dezember nicht auf dem Wahlvorschlag der CVP-Bundeshausfraktion stehen. Am Freitag entschied sich die Fraktion für die Walliser Nationalrätin Viola Amherd und die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen. «Es wäre nicht gut, wäre ich nicht ein bisschen enttäuscht», sagt Peter Hegglin. «Ich habe mich der Kandidatur gestellt im Wissen, dass nicht alle nominiert werden.» Er habe zwar gehofft, auf das Ticket zu kommen. Dennoch will der 57-jährige die Erfahrung aus dieser Kandidatur nicht missen. «Ich würde mir wahrscheinlich Vorwürfe machen, hätte ich es nicht versucht.»

CVP-Bundesratskandidat Peter Hegglin kommt zu den Hearings der Bundesratskandidaten ins Bundeshaus. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer, 16. November 2018)
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Die CVP-Bundesratskandidaten präsentieren sich auf einem Podium in Bern: (von links) Peter Hegglin, Elisabeth Schneider-Schneiter (Nationalrätin Basel-Stadt), Claude Longchamp (Gesprächsleiter), Heidi Z'graggen, (Urner Regierungsrätin) und Viola Amherd (Nationalrätin Wallis). (Bild: KEYSTONE/Peter Schneider, 31. Oktober 2018)
Peter Hegglin, in seiner Funktion als Präsident der Sbrinz Käse GmbH, an der Besichtigung im Sbrinz-Reifungskeller in Luzern. (Bild: PD, 24. Oktober 2018)
Wer folgt auf Bundesrätin Doris Leuthard? Die Bundesratskandidaten Heidi Z'graggen (von links), Elisabeth Schneider-Schneiter und Peter Hegglin an der CVP-Delegiertenversammlung in Luzern.  (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, 20. Oktober 2018)
Peter Hegglin, Präsident der Branchenorganisation Milch, trinkt während einer Medienkonferenz der Schweizer Milchproduzenten ein Glas Milch (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer, 15. Oktober 2018)
Peter Hegglin am Chriesisturm Zug. (Bild: Stefan Kaiser, 25. Juni 2018)
Peter Hegglin eröffnet als OK-Präsident das Innerschweizer Gesangsfest. (Bild: Werner Schelbert, 17. Juni 2016)
Buntes Treiben am Fasnachtsumzug in Neuheim. (Bild: Stefan Kaiser, 25. Januar 2015)
Die Zuger Regierungsräte für die Legislaturperiode 2014-2018: (von links) Urs Hürlimann, Matthias Michel, Peter Hegglin, Heinz Tännler, Beat Villiger, Manuela Weichelt und Stephan Schleiss. (Bild: Stefan Kaiser, 05. Oktober 2014)
Peter Hegglin und die Sängerin Jasmine-Mélanie am Dorffest in Rotkreuz (Bild: Christof Borner-Keller, 14. August 2010)
Chriesitag in Oberägeri: Regierungsrat Peter Hegglin beim Chriesischtei-Spucken. (Bild: Werner Schelbert, 17. Juli 2010)
Am zweiten Chriesisturm der Neuzeit trug Landammann Peter Hegglin eine acht Meter lange Leiter und auch einen vierten Rang ins Ziel. (Bild: Christof Borner-Keller, 28. Juni 2010)
Die Zuger Regierungsräte von links Peter Hegglin, Joachim Eder, Beat Villiger, Manuela Weichelt Picard, Heinz Tännler, Matthias Michel und Patrick Cotti. (Bild: Werner Schelbert, 29. Oktober 2006)
Hoher Besuch: Doris Leuthard, damals im Amt als CVP-Präsidentin, zu Gast in Menzingen. (Bild: Werner Schelbert, 3.Mai 2006)
Peter Hegglin auf seinem Hof, fotografiert während des Regierungsratswahlkampfes. (Bild: Werner Schelbert, 3. Oktober 2002)

CVP-Bundesratskandidat Peter Hegglin kommt zu den Hearings der Bundesratskandidaten ins Bundeshaus. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer, 16. November 2018)

Dass die Bundeshausfraktion der CVP auf ein reines Frauen­ticket setzt, dürfte verschiedene Gründe haben, so Hegglin. «Man wollte sichergehen, dass eine Frau gewählt wird. Vielleicht gab es im Hinblick auf künftige Diskussionen über den NFA einen Schulterschluss zwischen diesen Haltungen und Mitte-Links. Es kann auch meine bäuerliche Herkunft oder meine Mitte-Rechts-Position ausschlaggebend gewesen sein und so weiter.» Ebenso wie die Diskussionen im Vorfeld über seine Fremdsprachenkenntnisse. «Von mehreren Seiten wurde mir aber attestiert, dass ich bei der Vorstellung gut Französisch gesprochen habe.» Hegglin nimmt an, dass er nun weniger im medialen Fokus stehen wird. Er bleibe Ständerat und werde sich seinen bisherigen Tätigkeiten widmen. Wen er am 5. Dezember in den Bundesrat wählen werde, das habe er noch nicht entschieden.