PETITION: US-Petition soll Fifa aus der Schweiz jagen

Eine Gruppe kalifornischer Geschäftsleute will die Schweiz dazu bewegen, die Fifa aus dem Land zu werfen. Wer hinter der Internet-Petition steht, ist nicht klar.

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Der FIFA-Hauptsitz in Zürich. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

Der FIFA-Hauptsitz in Zürich. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

rrw. Pünktlich zu Beginn der Fussball-WM in Brasilien meldet sich ein neuer Gegner des Weltfussballverbandes Fifa zu Wort. Der Zeitpunkt sei gekommen, im Geschäft mit dem Fussball aufzuräumen, heisst es auf einer Internetseite, die den programmatischen Namen «NoSwissFIFA.com» trägt. Eine solche Putzaktion – die «all den Schiebungen, den Schmiergeldern und der Heuchelei» im Umfeld der Fifa ein Ende setzen werde – könne aber nur Erfolg haben, wenn sich der Weltfussballverband aus seinem Gastland verabschiede. Denn die Schweizer Gesetze ermöglichten es der Fifa ihre angeblich krummen Geschäfte im Verborgenen zu tätigen. Um Druck auf die Eidgenossenschaft zu schaffen, sollen auf der Internetseite bis zu Ende des Sommers 1 Million Unterschriften gesammelt werden.

Mehr als nur eine Petition

Als Sprecher der selbst ernannten «Volksbewegung» amtiert eine juristische Hilfskraft in einer Kanzlei in San Juan Capistrano (Kalifornien). Im Interview sagt Adam Collier, das Anwaltsbüro William Stocker arbeite im Auftrag von acht wohlhabenden Geschäftsleuten, die aus Europa, Lateinamerika und Asien stammten, Fussballfans seien und die Nase voll von den Machenschaften der Fifa hätten. Mehr will er über die Hintermänner der Petition nicht verraten.

Die Petition ist nur eine Säule des Kampfes gegen die Fifa. Über die Internetseite will die Gruppe auch Hinweise über die korrupten Geschäfte des Weltfussballverbandes sammeln.