Polizei geht gegen chinesische Schlepper vor

In neun Kantonen sind die Polizeibehörden am Dienstag gegen ein chinesisches Schleppernetzwerk vorgegangen. 349 Personen wurden kontrolliert und 57 vorläufig festgenommen.

Rem/sda
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Küchen-Crew eines chinesischen Restaurants in Xi'an City (Bild: Keystone)

Küchen-Crew eines chinesischen Restaurants in Xi'an City (Bild: Keystone)

Im Kanton Zug wurden 4 Restaurants in Zug und Baar kontrolliert und total 28 Personen überprüft. Eine im Kanton Zug wohnhafte Person wurde in Zürich festgenommen. Der 27-jährige Chinese gab die Benutzung eines gefälschten EU-Reisepasses und somit die illegale Einreise, den illegalen Aufenthalt und die Schwarzarbeit zu.

Bei allen kontrollierten Personen handle es sich um chinesische Staatsbürger, teilte das Bundesamt für Polizei (fedpol) am Mittwoch mit. Diese stünden im Verdacht, mit gefälschten Reisepässen Arbeitsbewilligungen erlangt zu haben und illegal in Gastronomiebetrieben zu arbeiten.

Alleine auf den Kanton Zürich entfielen 230 Personenkontrollen und 36 Festnahmen, wie die Kantonspolizei ebenfalls am Mittwoch mitteilte. In einer gross angelegten Aktion seien zur Mittagszeit 30 asiatische Gastronomiebetriebe kontrolliert worden.

Auch in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Bern, Freiburg, Luzern, Neuenburg und Waadt wurden Kontrollen durchgeführt. Koordiniert wurde die Aktion von der Abteilung Menschenhandel/Menschenschmuggel des fedpol.