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Post-Pilotversuch kommt bei Regierung in Appenzell nicht gut an

Die Appenzell Innerrhoder Standeskommission (Regierung) kritisiert die Pläne der Post, ab September versuchsweise die Privathaushalte erst bis 14 Uhr am Nachmittag zu bedienen. Der Versuch sei unnötig und bringe eine Verschlechterung des Service public.

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Die Post soll später eintreffen (Archiv)

Die Post soll später eintreffen (Archiv)

Keystone

Die Standeskommission hat ihre Ablehung des Pilotversuchs der Post schriftlich mitgeteilt, wie es in einem Communiqué vom Freitag heisst. Die Kundenzufriedenheit werde abnehmen, und Zeitungen würden vor unnötige und kostspielige Zusatzprobleme gestellt. Zudem habe die Post unzulänglich über ihre Pläne informiert.

Die Innerrhoder Regierung befürchtet, dass es bei der eigenständigen Regionalzeitung "Appenzeller Volksfreund" wegen der späteren Post-Zustellung zu Abonnementskündigungen kommen könnte. Der "Volksfreund" sei für die Identität des Kantons bedeutend. Mit dem Pilotversuch gefährde die Post dieses wichtige Anliegen.

Der Pilotversuch der Post betrifft neben Appenzell auch die Stadt St. Gallen. Die Post will in diesen Gebieten ab September am Morgen zuerst die Firmenkunden bedienen und erst danach die privaten Haushalte. Davon erhofft sich die Post mehr Effizienz bei der Zustellung.