Probleme an Rega-Helikoptern

Die Rettungsflugwacht (Rega) hat ein Problem mit den Rettungswinden an einem Teil ihrer Helikopter und hat deren Einsatz vorläufig eingestellt.

Lea
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Probleme bei den Rega-Helis des Typs Eurocopter EC 145. (Bild: Rega)

Probleme bei den Rega-Helis des Typs Eurocopter EC 145. (Bild: Rega)

Eine der Spezialitäten der Rega besteht in den Einsätzen mit der Rettungswinde. Dabei werden Lasten oder aber auch Verletzte an einer langen Leine zum Helikopter herauf gezogen. Die Rega-Helis des Typs Eurocopter EC 145 können solche Einsätze im Moment aber nicht leisten. Der Grund dafür ist ein Vorfall bei einem routinemässigen Kontrollflug. Dabei krachte eine Last zu Boden, das Seil war ungebremst durch die Winde gerutscht.

Eine Vorsichtsmassnahme

Nun hat die Rega die Notbremse gezogen. «Wir haben umgehend entschieden, die Rettungswinden der EC 145-Flotte vorübergehend nicht mehr einzusetzen», bestätigt Ariane Güngerich, Sprecherin der Rega. Sie betont, dass es sich um eine Vorsichtsmassnahme handle. Von den Einschränkungen betroffen seien die Stützpunkte der Rega im Mittelland, also jene in Zürich, Basel, Bern und Lausanne.

Trotzdem könne die Rettungsflugwacht ihren Dienst uneingeschränkt weiter führen, heisst es – auch in der Zentralschweiz. Denn das Unternehmen verfügt über einen zweiten Helikoptertyp, der von den Problemen nicht betroffen ist. «Die Rega-Basen, die hauptsächlich für die Zentralschweiz im Einsatz stehen, operieren mit dem Helikopter AW Da Vinci und sind nicht betroffen», erklärt Güngerich. Und meint die Stützpunkte im urnerischen Erstfeld, Wilderswil (Bern) und Mollis (Glarus).

Auch Luftwaffe betroffen

Auch bei der Luftwaffe ist man nach dem Vorfall hellhörig geworden. «Die Helikopter des Typs Eurocopter dürfen bis auf Weiteres bei den Einsätzen die Winden nicht nutzen», bestätigt Laurent Savary, Sprecher der Luftwaffe. Das sei für die Leistungen der Luftwaffe natürlich nicht ideal. Aber man könne notfalls auf die grösseren Super Puma-Heliskopter ausweichen. Bis klar ist, worauf der Vorfall bei der Rega zurück zu führen ist, bleiben die Winden ungenutzt.

Was genau zum Zwischenfall geführt hat, kann man bei der Rega nicht genau sagen. «Derzeit gehen wir davon aus, dass es sich um eine technische Ursache handelt, die nicht im Einflussbereich der Rega liegt.», sagt Ariane Güngerich. Alles weitere sei im Moment Gegenstand von Untersuchungen durch die Hersteller der Rettungswinde und des Helikopters, führt sie aus.