REAKTIONEN: Hitzfeld: Scharfe Kritik an Greenpeace

Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld hat wenig Verständnis für die Basler Aktion der Umweltaktivisten. Der russische Botschafter verlangt Aufklärung.

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Greenpeace-Aktivisten haben mit einem riesigen Plakat beim Championsleague-Spiel des FC Basel demonstriert. (Bild: Laurent Gillieron / Keystone)

Greenpeace-Aktivisten haben mit einem riesigen Plakat beim Championsleague-Spiel des FC Basel demonstriert. (Bild: Laurent Gillieron / Keystone)

fak.«Der Fussball darf nicht als Bühne für politische Botschaften missbraucht werden», sagt Ottmar Hitzfeld gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag». Der Coach der Schweizer Fussballnationalmannschaft reagiert damit auf die Aktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Deren Aktivisten waren am Dienstag kurz vor dem Champions-League-Spiel des FC Basel gegen den deutschen Club Schalke aufs Dach des St. Jakob-Parks geklettert und hatten von dort aus ein riesiges Transparent entrollt. Damit protestierten sie gegen Ölbohrungen in der Arktis durch den russischen Energiekonzern Gazprom.

Hitzfeld ist nicht allein mit seiner Kritik an den Umweltschützern. Auch Sportpolitiker aller Couleur setzen Fragenzeichen hinter die Aktion.

Botschafter: «Das war gefährlich»

Auch in Russland wurde die Greenpeace-Aktion notiert. Das bestätigt der russische Botschafter in der Schweiz, Alexander Golovin gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag». Die Handlungen der Greenpeace-Aktivisten seien gefährlich für die anwesenden Zuschauer gewesen. Er erwarte, dass die zuständigen Behörden gemäss Schweizer Gesetzgebung über die Verantwortung der Greenpeace-Aktivisten entscheiden werden. Diplomatische Misstöne bleiben allerdings aus: «Wir sehen keine Gründe dafür, dass die zwischenstaatlichen russisch-schweizerischen Beziehungen im Zusammenhang mit den erwähnten Handlungen der Greenpeace-Aktivisten irgendwie belastet werden», so Golovin.