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RELIGION: Bistum Zürich bleibt ein frommer Wunsch

Es bleibt bei der Aufteilung der Schweiz in sechs Bistümer: Ein eigenes Bistum Zürich wird es nicht geben. Die Zürcher Katholiken bleiben an das Bistum Chur angeschlossen.
Diese Grafik zeigt die katholischen Bistümer in der Schweiz.

Diese Grafik zeigt die katholischen Bistümer in der Schweiz.

Die sieben Kantonalkirchen des Bistums Chur, die Biberbrugger Konferenz, haben zur Frage getagt, ob Zürich ein eigenes Bistum bilden kann. Sechs der sieben Kirchen haben Nein gesagt - alle ausser Zürich.

"Zürich kann nicht am Projekt festhalten, wenn die anderen Bistumskantone nicht damit einverstanden sind", sagte Benno Schnüriger, Präsident des Zürcher Synodalrats. Er bestätigte damit gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen Artikel des "Tages-Anzeigers" vom Montag.

Kein neues Bistum ohne Neueinteilung

Einerseits könnten sich die Mitglieder den Churer Bistumsverband nicht ohne Zürich vorstellen - weder ideell noch finanziell, heisst es im Artikel. Andererseits hält es die Biberbrugger Konferenz für nicht sinnvoll, über ein neues Bistum nachzudenken, ohne über eine generelle Neueinteilung der sechs Schweizer Bistümer zu verhandeln.

Im Jahr 1980 hatte die Schweizer Bischofskonferenz die Frage auf dem Tisch, ob man drei zusätzliche Bistümer schaffen solle: Genf, Zürich und eines für die "Urschweiz" mit Sitz in Luzern. 2015 nahm die Bischofskonferenz die Frage wieder auf und zog Bistümer in Genf und Zürich in Betracht.

Laut "Tages-Anzeiger" sei das Projekt eines Bistums in Genf stillschweigend zu Grabe getragen worden. Nun ist auch die Idee eines Bistums Zürich vom Tisch.

Weihbischof zur Aufwertung

Gleichzeitig hat sich die Biberbrugger Konferenz für eine Aufwertung der Zürcher Kantonalkirche ausgesprochen. Dies sagte Werner Inderbitzin, Aktuar der Kirchenvereinigung, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda am Montag. "Die spezielle urbane Stellung der Kirche könnte man mit einem Weihbischof mit besonderen Vollmachten stärken", sagte Inderbitzin.

Für einen Weihbischof sprach sich gegenüber der Nachrichtenagentur sda auch Synodalratspräsident Schnüriger aus: "Er würde die Sichtbarkeit der katholischen Kirche in Zürich erhöhen." Allerdings möchten die Zürcher bei der Ernennung des Weihbischofs mitreden.

Dies wird jedoch nicht heute oder morgen geschehen: Nach Inderbitzins Ansicht wird nicht der aktuelle Churer Bischof Huonder einen Weihbischof für Zürich ernennen. "Das müsste dann der neue Bischof an die Hand nehmen", sagte Inderbitzin gegenüber der sda.

Im Kanton Zürich lebten 2016 laut dem statistischen Amt rund 394'000 Menschen römisch-katholischen Glaubens. Die katholische Kirche im Kanton Zürich umfasst 75 Kirchgemeinden.

sda

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