Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SBB: Zum Online-Ticket ohne Kreditkarte

Immer mehr Personen kaufen Bahnbillette im Internet. Heute ist das nur mit einer Kredit- oder Debitkarte möglich. Jetzt reagieren die SBB und bauen das Angebot aus: Kunden sollen auch per Rechnung zahlen können.
Ernst Meier
Eine Zugbegleiterin scannt ein elektronisches Ticket. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Eine Zugbegleiterin scannt ein elektronisches Ticket. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Ernst Meier

Wer heute im Webshop der SBB oder via deren Mobile-App Tickets und Abonnemente kauft, ist gezwungen, den Betrag via Kredit- oder Debitkarte zu begleichen. Nun reagiert man bei den SBB: Geplant ist, dass es für die digitale Welt dieselben Möglichkeiten zur Rechnungszahlung gibt, wie sie den Kunden am SBB-Schalter zur Verfügung stehen.

«Kunden sollen künftig in unserem Webshop und via Mobile-App auch auf Rechnung einkaufen können», bestätigte SBB-Sprecher Reto Schärli gestern auf Anfrage unserer Zeitung. «Online und mobile sind die am schnellsten wachsenden Verkaufskanäle. Entsprechend investieren wir auch hier in die Servicequalität», sagt Schärli (siehe Box).

Einführung 2017

Aktuell ist das Projekt «Kauf auf Rechnung» zwecks Auswahl des Technologielieferanten ausgeschrieben. Laut SBB wird der Auftrag im Herbst erteilt, sodass die neue Dienstleistung «planmässig im ersten Halbjahr 2017 eingeführt werden wird», wie Reto Schärli sagt.

Ist «Kauf auf Rechnung» ein Teil des vor zwei Wochen vom Bundesrat vorgestellten Projektes Mobility-Pricing? Denn dieses bedingt neben der Erfassung des Reiseverhaltens auch die Rechnungsstellung. Gemäss SBB haben die beiden Projekte nichts miteinander zu tun. Während Mobility-Pricing derzeit ausschliesslich eine Angelegenheit der Politik sei, handle es sich bei «Kauf auf Rechnung» um eine konkrete Umsetzung eines Kundenbedürfnisses, wie es bei den SBB heisst.

Pro Bahn hat Vorbehalte

Als Kundenbedürfnis betrachtet man die geplante neue Zahlungsmöglichkeit der SBB auch bei der Pro Bahn. Gleichzeitig hat man aber auch Bedenken und warnt: «Wenn man sieht, wie bei vielen Unternehmen unbezahlte Rechnungen, Mahnungen und Betreibungen, sprich die Inkassofrage, ein Problem werden können, so muss das neue Angebot gut durchdacht sein», sagt Karin Blättler, Präsidentin Pro Bahn, Sektion Zentralschweiz. Es dürfe nicht passieren, dass es zu mehr Zahlungsausfällen komme. «Dadurch leiden in der Regel später die ehrlich zahlenden SBB-Kunden durch höhere Ticketpreise. So weit darf es nicht kommen», sagt Karin Blättler.

Über die genauen Bedingungen und Modalitäten der künftigen Dienstleistung für Onlinekunden gab es gestern von den SBB noch keine Angaben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.