SCHWEIZ: Bestürzung in der Schweiz nach Attentat in Paris

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga verurteilt das Attentat auf die französische Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» scharf. Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument befürchtet neue Herausforderungen für die Medien.

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Präsident François Hollande bei der Ankunft bei "Charlie Hebdo" (Bild: Keystone)

Präsident François Hollande bei der Ankunft bei "Charlie Hebdo" (Bild: Keystone)

Die Schweiz verurteile das Attentat in Paris scharf, sagte Bundespräsidentin Sommaruga gemäss Tweet von Bundesratssprecher André Simonazzi. Sie drücke Frankreich ihr Beileid aus.

Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument weilt derzeit mit europäischen Verlegern in Frankfurt. Alle seien schockiert, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Ein solches Attentat habe grosse Wirkung und Konsequenzen, es sei «wie ein Fanal», sagte Lebrument.

Nach diesem Angriff könne man sich nicht einfach zurücklehnen. Lebrument sieht neue Herausforderungen auf die Medien zukommen. Zum einen müsse man sich überlegen, ob die Sicherheit der Redaktionen gewährleistet sei. Zum andern werde es zunehmend schwierig für Medienschaffende, das Verhältnis zwischen einheimischer Bevölkerung und Zugewanderten mit muslimischem Hintergrund zu beschreiben.

Der Westschweizer Verlegerverband Médias Suisses zeigte sich auf Anfrage der sda konsterniert. Es sei ein «schwarzer Tag» für die Pressefreiheit, sagte Generalsekretär Daniel Hammer.

Der Journalistenverband Impressum gab sich in einer Mitteilung «zutiefst erschüttert». «Wir verurteilen den Angriff auf die Presse- und Meinungsäusserungsfreiheit aufs Schärfste», schreibt der Verband «und rufen die Behörden auf, die Verantwortlichen des Massakers und ihre Hintermänner ohne Rücksicht auf andere Interessen zur Verantwortung zu ziehen.»

Wilde Schiesserei im jüdischen Supermarkt in Paris. (Bild: Keystone)
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Geiseln werden von der Polizei in Sicherheit gebracht. (Bild: Keystone)
Polizei und Rettungskräfte im Einsatz beim Supermarkt in Paris. (Bild: Francois Mori)
Nach dem Sturm der Polizei begeben sich auch die Rettungskräfte in den Supermarkt, in dem mindestens vier Geiseln getötet wurden. (Bild: Keystone)
Rauch steigt auf aus dem Lebensmittelladen, in dem die Attentäter sich verschanzt hatten. (Bild: Keystone)
Rauch steigt auf aus der Druckerei in Dammartin-en-Goele. (Bild: Keystone)
SUPERMARKT, KOSCHERER SUPERMARKT, LEBENSMITTELGESCHAEFT, ANSCHLAG, TERRORANSCHLAG, SATIREMAGAZIN, SATIREZEITUNG, CHARLIE HEBDO, (Bild: Keystone)
SUPERMARKT, KOSCHERER SUPERMARKT, LEBENSMITTELGESCHAEFT, ANSCHLAG, TERRORANSCHLAG, SATIREMAGAZIN, SATIREZEITUNG, CHARLIE HEBDO, (Bild: Keystone)
SUPERMARKT, KOSCHERER SUPERMARKT, LEBENSMITTELGESCHAEFT, ANSCHLAG, TERRORANSCHLAG, SATIREMAGAZIN, SATIREZEITUNG, CHARLIE HEBDO, (Bild: Keystone)
FRANCE NEWSPAPER ATTACK (Bild: Keystone)
Police hunt for Charlie Hebdo suspects (Bild: Keystone)
Police hunt for Charlie Hebdo suspects (Bild: Keystone)
FRANCE NEWSPAPER ATTACK (Bild: Keystone)
FRANCE NEWSPAPER ATTACK (Bild: Keystone)
Ein Helikopter fliegt über die Druckerei, in dem sich die Attentäter versteckt haben. (Bild: Peter Dejong)
Police hunt for Charlie Hebdo suspects (Bild: Keystone)
France Newspaper Attack (Bild: Keystone)
Police hunt for Charlie Hebdo suspects (Bild: Keystone)
France Newspaper Attack (Bild: Keystone)
Das Attentat ereignete sich mitten in Paris. (Bild: IAN LANGSDON)
Augenzeugen berichten vom Ablaufs des Attentats. «Als ich vor der Tür des Gebäudes ankam, verlangten zwei vermummte und bewaffnete Männer einzutreten. Ich gab den Eingangscode ein. Oben angelangt, schossen sie auf Wolinski, auf Cabu. Sie sprachen perfekt Französisch und beriefen sich auf el Kaida», sagt Coco, Zeichnerin bei «Charlie Hebdo». Ein anonymer Zeuge sagt: «Ich war am Kaffeetrinken, als die Schiesserei begann. Sie schossen auf einen Polizisten. Er fiel um. Es war wie im Krieg. Ich bückte mich. Ein junger Polizist neben mir zitterte. Nach zwei Minuten war es vorbei.» (Bild: Keystone)
Die beiden Attentäter erschossen auf der Strasse einen Polizisten. (Bild: Keystone)
Einschusslöcher in der Frontscheibe eines Polizeiautos. (Bild: Anthony Bibard/Panoramic)
Polizisten blockieren die Zugangsstrassen zum Redaktionsgebäude von Charlie Hebdo. (Bild: IAN LANGSDON)
Der französische Präsident Francois Hollande (Mitte) wird von Polizisten und Security-Mitarbeitern abgeschirmt. (Bild: Remy De La Mauviniere)
Notärzte bei der Arbeit. (Bild: IAN LANGSDON)
Bewaffnete Polizisten blockieren die Strasse. (Bild: IAN LANGSDON)
Einschusslöcher in der Frontscheibe eines Polizeiautos. (Bild: Anthony Bibard/Panoramic)
12 killed in shooting at French satirical magazine, police say (Bild: IAN LANGSDON)
Frankreich - Attentat Charlie Hebdo (Bild: Anthony Bibard/Panoramic)
Eine Person wird nach der Schiesserei ins Spital gebracht. (Bild: Thibault Camus)
Bild: Thibault Camus
Bild: Thibault Camus
Staatspräsdient Hollande auf dem Weg zum Unglücksort (Bild: YOAN VALAT)
Deaths reported in shooting at satirical French magazine (Bild: YOAN VALAT)

Wilde Schiesserei im jüdischen Supermarkt in Paris. (Bild: Keystone)

sda