Euro-Krise

Schweiz trifft Vorkehrungen gegen Kollaps von Griechenland

Angesichts der neuen Eskalation der Euro-Krise erwägt die Schweizerische Nationalbank (SNB) weitreichende Interventionen am Währungsmarkt.

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Die Schlangen vor den Suppenküchen werden in Griechenland immer länger (Archiv)

Die Schlangen vor den Suppenküchen werden in Griechenland immer länger (Archiv)

Keystone

"Falls es je zu weiteren Erschütterungen auf den Devisenmärkten kommen sollte, könnte es erforderlich sein, Massnahmen zu ergreifen, die über die im September eingeführte Untergrenze zum Euro hinausgehen", sagt SNB-Sprecher Walter Meier der "NZZ am Sonntag". Bisher hat die SNB die Untergrenze zum Euro von 1 Franken 20 erfolgreich verteidigt.

In den vergangenen Tagen waren dafür jedoch laut Händlern mehrfach Stützungskäufe notwendig. Grund ist die zunehmende Kapitalflucht von Anlegern, die sich vor den Folgen eines möglichen Austritts Griechenlands oder anderer Länder aus der Euro-Zone fürchten.

Die Nationalbank hatte bereits vor einigen Monaten zusammen mit den Spitzen des Finanz- und Volkswirtschaftsdepartements eine Task-Force für die Notfallplanung gegründet. "Die Task-Force prüft den Einsatz von Massnahmen, welche die Kompetenzen der Nationalbank übersteigen - wie etwa die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen", sagt Meier.