SCHWEIZ: Virtueller Polizeiposten übertrifft die Erwartungen

Der virtuelle Polizeischalter ePolice ist gefragt: Mehr als doppelt so viele Anzeigen wie erwartet sind im ersten Betriebsjahr abgewickelt worden.

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Mann schliesst Veloschloss auf (Archiv) (Bild: Keystone)

Mann schliesst Veloschloss auf (Archiv) (Bild: Keystone)

11'625 Meldungen über Diebstähle oder Sachbeschädigungen wurden seit Ende Oktober 2013 registriert. Für das erste Betriebsjahr war mit total rund 5000 Fällen gerechnet worden, wie es in der Mitteilung der Suisse ePolice vom Montag heisst. Die Erwartungen seien bei Weitem übertroffen worden. Am virtuellen Polizeischalter können neben Velo- und Mofadiebstählen auch Sachbeschädigungen angezeigt werden.

Von den 11'625 Anzeigen betrafen 9447 Fahrrad- und Mofadiebstähle. Gemäss Suisse ePolice wurden damit 42 Prozent aller gemeldeten Fälle dieser Art am virtuellen Polizeischalter abgewickelt.

1082 Meldungen wurden bei ePolice aufgrund von Kontrollschildverlust oder -diebstahl gemacht. Dies entspricht 16 Prozent aller Fälle. Und bei den Schachbeschädigungen wurden mit 1096 gemeldeten Fälle fünf Prozent aller Fälle am virtuellen Schalter abgewickelt.

Optimierungen im Bereich Sachbeschädigungen seien bereits in Planung, heisst es in der Mitteilung. Verbessert werden soll die Plattform insbesondere für Organisationen, die überdurchschnittlich stark davon betroffen sind. Konkret geht es dabei etwa um Transportunternehmen, Immobiliengesellschaften oder öffentliche Gebäude.

Insgesamt wurde die Webseite www.suisse-epolice.ch über 220'000 Mal besucht. Dabei gab es auch immer wieder Fälle, bei denen ein anderer Sachverhalt als die drei angebotenen Anzeigefälle angesprochen wurde. Dies zeige, dass der virtuelle Polizeiposten für weitere Fälle ausgebaut werden sollte. Welche das sein könnten, ist noch offen.

Am Online-Schalter beteiligt sind bis jetzt die Korps der Stadt- und Kantonspolizei von Zürich und St. Gallen, sowie die Polizeikorps der Kantone Bern, Zug, Freiburg und Schaffhausen. Ab nächster Woche auch mit dabei ist die Kantonspolizei Neuenburg. Im kommenden Jahr werden zudem weitere Korps zur Internetplattform stossen.

sda