Tötungsdelikt

Schweizer Hilfswerksarbeiterin in Haiti ermordet

Eine Schweizer Staatsangehörige ist im Karibikstaat Haiti aus bisher noch ungeklärten Gründen ermordet worden. Die Schweizerin war für die Hilfsorganisation Black Rain Group Foundation in Haiti tätig. Zwei verdächtige Personen wurden verhaftet.

Drucken
Teilen
Eine Haitianerin trägt ihr Kind durch überschwemmtes Gebiet (Archiv)

Eine Haitianerin trägt ihr Kind durch überschwemmtes Gebiet (Archiv)

Keystone

Die lokale Polizeibehörde habe sie am Mittwoch (Ortszeit) darüber informiert, dass ihre Mitarbeiterin einem Mord zum Opfer gefallen sei, bestätigte die Black Rain Group eine Meldung des «Blick». Die vom Schweizer Bruno Stettler gegründete Organisation ist seit dem verheerenden Erdbeben Anfang 2010 in Haiti tätig und unterstützt vorwiegend Waisenkinder und alte Menschen.

Weiter habe die haitianische Polizei mitgeteilt, dass zwei verdächtige Personen verhaftet worden seien. Die beiden seien lokale Mitarbeitende des Hilfswerks gewesen. Die Leiche der Frau sei bereits am 22. Mai entdeckt worden. Eine Autopsie soll nun mehr Klarheit über die genaue Todesursache verschaffen.

Präsenz vor Ort in Frage gestellt

Gemäss Black Rain Group wird "dieses traurige Ereignis" nun zu einer "grundsätzlichen Überprüfung der Präsenz vor Ort" führen. Die Webseite der Stiftung mit Sitz in Zürich wurde am Donnerstag vom Netz genommen.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda den Tod der Schweizerin. Das EDA wollte aus Rücksicht auf die Angehörigen - gleich wie die Black Rain Group - jedoch keine weiteren Angaben zur Verstorbenen preisgeben.

Die Schweizer Botschaft in der Hauptstadt Port-au-Prince stehe bezüglich der Ermittlungen zum Tathergang aber in engem Kontakt mit den lokalen Behörden, versicherte das EDA.