Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Schweizer zahlen eine Milliarde zu viel für Krankenkassenprämien

Krankenkassen zeigen erstmals: Die Prämien würden deutlich sinken, wenn die Arzneipreise so günstig wie in der EU wären.
SonntagsZeitung
In der Schweiz sind Medikamente teuer: das treibt die Krankenkassenprämien in die Höhe. (Bild: AZ/Alex Spichale)

In der Schweiz sind Medikamente teuer: das treibt die Krankenkassenprämien in die Höhe. (Bild: AZ/Alex Spichale)

Erstmals zeigt eine Erhebung, wie viel Geld Schweizerinnen und Schweizer sparen könnten, wenn alle jährlich verbrauchten Medikamente so günstig wären wie in vergleichbaren Ländern in der EU.

Der Befund des Krankenkassenverbandes Santésuisse ist frappant: Die bereinigte Differenz zwischen EU- und Schweizer Preisen liegt bei 1,1 Milliarden Franken, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Für eine vierköpfige Familie würde laut Krankenkassenverband eine jährliche Prämienreduktion von rund 380 Franken drin liegen, wenn die Medikamentenpreise gleich günstig wie in den Vergleichsländern wären.

Pharmalobby sträubt sich gegen Massnahmen

Santésuisse-Präsident Heinz Brand fordert vom Bundesrat Nägel mit Köpfen. Man dürfe nicht länger dulden, dass «viele Medikamente deren Patentschutz abgelaufen sei, bis zu 100 Prozent mehr kosten als im Ausland». Die Pharmalobby sträubt sich schon jetzt gegen die vorgeschlagenen Massnahmen zur Senkung der Medikamentenpreise.

Anita Geiger des Pharmaverbandes Interpharma sagt, eine jährliche Preisüberprüfung, wie Brand sie fordert, lehne man ab, «weil der Aufwand für Behörden und Firmen verdreifacht würde und in keinem Verhältnis zu den erzielten Einsparungen» stünden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.