SICHERHEIT: Die Behörden tappen im Dunkeln

Rund 40 Personen mit dschihadistischen Motiven sind von der Schweiz aus in Konfliktzonen gepilgert. Wie viele der islamistischen Gotteskrieger wieder zurückgekehrt sind, weiss niemand.

Kari Kälin
Drucken
Teilen
Der Angeklagte Kreshnik B. (links) wartet mit seinem Anwalt auf den Beginn der Gerichtsverhandlung in Frankfurt. Ihm wird vorgeworfen, für die Terrormiliz IS in Syrien gekämpft zu haben. (Bild: AP/Michael Probst)

Der Angeklagte Kreshnik B. (links) wartet mit seinem Anwalt auf den Beginn der Gerichtsverhandlung in Frankfurt. Ihm wird vorgeworfen, für die Terrormiliz IS in Syrien gekämpft zu haben. (Bild: AP/Michael Probst)

Ein eigentliches Profil gibt es nicht. Es handelt sich zum Teil um Schweizer, die zum Islam konvertiert sind. Vielfach zieht es auch muslimische Secondos aus dem Balkan oder Nordafrika, die sich nach einigen Mausklicks auf einschlägigen Internetforen oder im Umfeld von Moscheen radikalisiert haben, in den Heiligen Krieg.

Eine Gewissheit ist beängstigend: Es werden immer mehr. Noch im Mai 2013 hatte der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) erst Kenntnis von 20 Personen, die von der Schweiz aus mit dschihadistischen Motiven in Konfliktzonen gereist sind. Mittlerweile hat der NDB rund 40 Personen auf dem Radar. Bei zehn Personen liegt die Bestätigung vor, dass sie in Syrien waren, wie NDB-Sprecherin Isabelle Graber auf Anfrage sagt. Andere Dschihaddestinationen sind der Irak, Jemen, Somalia und Afghanistan.