SICHERHEIT: Die Gewalt gegen Beamte wird immer brutaler

Patienten, die in der Notaufnahme ausflippen, und Partygänger, die sich mit Polizisten anlegen: Wer Uniform trägt, wird immer mehr zur Zielscheibe.

Barbara Inglin
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Nur ein Beispiel von vielen, wo sich die Gewalt gegen Beamte manifestiert: die 1.-Mai-Demonstration in Zürich (hier im Jahr 2009). (Bild: Keystone)

Nur ein Beispiel von vielen, wo sich die Gewalt gegen Beamte manifestiert: die 1.-Mai-Demonstration in Zürich (hier im Jahr 2009). (Bild: Keystone)

2957 Anzeigen wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte gab es im vergangenen Jahr – 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit bestätigt sich ein seit längerem anhaltender Trend: Die Anzahl der Übergriffe gegen Beamte steigt und steigt. Besonders exponiert sind Polizisten, uf sie entfallen rund 90 Prozent aller Fälle. Das sagt Max Hofmann, Generalsekretär des Polizistenverbandes. Und er stellt weiter fest: «Nicht nur die Anzahl der Fälle hat zugenommen, auch die Verletzungen werden schwerwiegender». Besonders gefährlich seien für Polizisten Einsätze an Sportanlässen oder politischen Kundgebungen.

Aggressive Patienten

Doch auch andernorts äussert sich das Phänomen, dass Staatsangestellte zu Zielen von Attacken werden. So wird bei Bahn- und Busbetrieben das Personal täglich beschimpft und gar angespuckt. Mitarbeiter von Sozialämtern müssen bei unangenehmen Entscheidungen Drohungen in Kauf nehmen. Und das Pflegepersonal in Spitälern hat mit Patienten zu kämpfen, die sich aggressiv verhalten.

Die Vertreter verschiedener Gewerkschaften und Personalverbände machen den gesellschaftlichen Wandel für das zunehmende Gewaltpotenzial verantwortlich. Und sie fordern, das in erster Linie betroffene Institutionen mit mehr Personal ausgestattet werden müssen.

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