SITTEN: Rückschlag für Freysinger und seine SVP im Wallis - zweiter Wahlgang notwendig

Bei den Regierungsratswahlen im Wallis haben am Sonntag die CVP-Kandidaten Christophe Darbellay, Jacques Melly und Roberto Schmidt am besten abgeschnitten. Esther Waeber-Kalbermatten und Stéphane Rossini von der SP liegen vor dem bisherige Regierungsrat Oskar Freysinger (SVP). Es wird aber ein zweiter Wahlgang nötig.

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Bezeichnet sich als Guerilla-Kämpfer gegen das Establishment: Oskar Freysinger. (Bild: Olivier Maire/Keystone)

Bezeichnet sich als Guerilla-Kämpfer gegen das Establishment: Oskar Freysinger. (Bild: Olivier Maire/Keystone)

Bei den Walliser Regierungsratswahlen setzt es eine herbe Schlappe für den bisherigen SVP-Regierungsrat Oskar Freysinger und sein «Rechtsbürgerliches Bündnis» ab. Während Freysinger vor vier Jahren mit rund 53'000 Stimmen sowohl im ersten wie auch im zweiten Wahlgang das beste Resultat aller Kandidierenden erzielt hatte, liegt er momentan auf dem sechsten Rang.

Ein Glanzresultat gelingt dagegen dem Oberwalliser CVP-Kandidaten und Nationalrat Roberto Schmidt.

Im ersten Wahlgang hat keiner der elf Kandidaten und zwei Kandidatinnen die Wahl geschafft. Es wird voraussichtlich am 19. März zu einem zweiten Wahlgang kommen.

Der bisherige CVP-Regierungsrat Jacques Melly und CVP-Kandidat Christophe Darbellay liegen gemäss derzeitigem Stand etwa gleichauf auf dem zweiten respektive dritten Platz. Die CVP-Wählerschaft dürfte auch recht geschlossen für die bisherige SP-Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten votiert haben, liegt diese doch noch vor Freysinger.

Auch der zweite SP-Kandidat, der ehemalige Nationalratspräsident Stéphane Rossini, liegt vor Freysinger. Freysinger verlor im Oberwallis gegenüber seinem Resultat vor vier Jahren rund 35 Prozent seiner Stimmen. Aber auch im Unterwallis konnte er nicht mehr gleich brillieren wie vor vier Jahren.

sda