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Mord-Angeklagter sagt bei Prozess in Bülach: «Ich habe nicht mit einer Tötung gerechnet»

Am zweiten Prozesstag versuchte sich der mutmassliche Komplize von Thomas K. herauszureden.
Pascal Ritter
Diesen Lastwagen gab das Trio vor, kaufen zu wollen.

Diesen Lastwagen gab das Trio vor, kaufen zu wollen.

Am zweiten Prozesstag musste sich der mutmassliche Komplize des angeklagten Paares K., Markus N., erklären. Er war dabei, als das Trio mutmasslich im Juni 2016 den Verkäufer eines Lastwagens aus dem Kanton Zürich entführte, ihn zwang, einen Kaufvertrag zu unterschreiben und ihn schliesslich tötete. Thomas K. klebte ihm mit Klebeband Mund und Nase zu, bis er erstickte. Haupttäter Thomas K. hatte am Montag diese und eine weitere Tötung gestanden.

«Vielleicht würde er dann noch leben»

Der Solothurner Garagist Markus N. gab an, er sei davon ausgegangen, dass man dem Zürcher Opfer lediglich den Lastwagen stehlen, ihn aber nicht töte. Er sei überrascht gewesen, als Thomas K. während einer vermeintlichen Probefahrt eine Waffe zog. Er habe noch versucht seinen damaligen Freund von der Tat abzubringen. K. habe ihn aber mit Worten und mit der Waffe zur Beteiligung an der Entführung bewegt.

Er sei aber immer noch davon ausgegangen, dass niemand sterben würde. «Als ich erfuhr, dass Thomas K. zwei Leute umgebracht hat, brach für mich eine Welt zusammen», sagte er aus. Zudem demonstrierte er mit bebender Stimme Reue, dass er damals nicht davongelaufen sei. «Vielleicht würde er dann noch leben», sagte er.

Ihm wurden 10'000 Franken versprochen

Markus N. war federführend beim Versuch, den gestohlenen Lastwagen im Schwarzwald zu verkaufen. Dabei wurde das Trio verhaftet. Für Transport und Verkauf habe ihm Thomas K. 10‘000 Franken versprochen. Auf die Frage, ob dies nicht etwas viel Geld sei für die geringe Tatbeteiligung, wie sie N. skizzierte, konnte er keine überzeugende Antworte geben konnte.

18 Monate hatte Markus N. in der Untersuchungshaft geschwiegen. Vor Gericht sagte er, das habe ihm sein Anwalt geraten. Er wechselte schliesslich den Anwalt und belastete seine ehemaligen Freunde. Heute sagte er über seinen damaligen Freund Thomas K. «Er muss mir im Rest meines Lebens nicht mehr über den Weg laufen.»

Bereits am Montagabend gab Markus N. zu seiner Person Auskunft. Er betrieb eine Garage und war eine zeitlang arbeitslos gemeldet. N. lernte K. kennen, als sie für den gleichen Arbeitgeber arbeiteten.

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