SP-Präsidium: Wer traut sich, gegen Cédric Wermuth anzutreten?

Der Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth (33) hat gute Chancen, die Nachfolge von SP-Präsident Christian Levrat anzutreten - doch seine voraussichtliche Kandidatur stösst bei den Sozialdemokraten nicht nur auf Begeisterung.

Hören
Drucken
Teilen
Cédric Wermuth kandidiert wohl als neuer SP-Präsident.

Cédric Wermuth kandidiert wohl als neuer SP-Präsident.

(Bild: Fabio Baranzini)
(chm)

Er gilt als gescheiter Kopf, guter Stratege, aber auch als Machtmensch: Der Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth (33) hat gute Chancen, die Nachfolge von SP-Präsident Christian Levrat anzutreten – zusammen mit der Zürcher Nationalrätin Mattea Meyer (32).

Noch haben die beiden ihre Kandidatur nicht offiziell lanciert. Doch Gespräche mit verschiedenen SP-Parlamentariern diese Woche machen klar: Wermuth und Meyer wollen antreten. Wobei Wermuth wohl nicht zuletzt deshalb auf eine Co-Kandidatur setzt, weil gemäss SP-Logik nach zwölf Jahren Levrat nun eine Frau an der Reihe ist.

Denn während Wermuth in der Partei schon lange eine tragende Rolle spielt, ist Mattea Meyer während ihrer vier Jahre im Nationalrat bisher eher im Hintergrund geblieben.

Allerdings stösst die voraussichtliche Kandidatur Wermuths innerhalb der Partei nicht nur auf Begeisterung. «Viele halten sich zurück, weil sie nicht gegen Wermuth antreten wollen», sagt ein Parteimitglied.

Gleichzeitig versteht sich die SP als basisdemokratische Partei, die ihren Mitgliedern eine Auswahl bietet: Eine einzige Kandidatur käme bei der Basis schlecht an. Vielleicht deshalb sind diese Woche mehrere Parteimitglieder auf Nationalrätin Priska Seiler Graf zugegangen. Die Co-Präsidentin der Zürcher SP hatte eine Kandidatur bisher ausgeschlossen, überlegt sich nach Gesprächen innerhalb der Fraktion nun aber doch, sich zur Verfügung zu stellen.

Weiterhin im Rennen sind auch die Nationalrätinnen Min Li Marti (45, ZH), Franziska Roth (55, SO) und Gabriela Suter (47, AG). Auch der Walliser Nationalrat Mathias Reynard (32) hält sich die Option einer Kandidatur weiterhin offen.