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Spionage in Zuger Firma, Bund plant Sperma-Studie – das schreiben die Sonntagszeitungen

Mindestens 700 Dokumente einer Zuger Hightech-Firma sind durch Spionageaktivitäten nach China gelangt. Verdächtige USA-Exporte wurden gestoppt. «Humanbiomonitoring»: Bund initiiert eine Sperma-Untersuchung in der Deutschschweiz und Romandie.

(sda / Watson)

Spionageangriff auf Zuger Firma

Die Zuger Hightech-Firma Besi Switzerland ist laut der «SonntagsZeitung» ein Opfer chinesischer Spionagemethoden geworden. Dies hätten Ermittlungen der Bundesanwaltschaft ergeben. Das Unternehmen stellt Maschinen zur Weiterverarbeitung von Computerchips her.

Chinesische Unternehmen hätten zwei Agenten engagiert, um bei der Zuger Firma geheime Pläne zum Bau von Apparaturen und patentrechtlich geschützte Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnisse zu stehlen. Mindestens 700 Dokumente seien nach China gelangt. Die Spione hätten von Singapur aus operiert.

Verdächtige Exporte in USA gestoppt

Die Schweiz hat laut der «NZZ am Sonntag» verdächtige Exporte in die USA gestoppt. Der Bund habe im vergangenen März und November die Ausfuhr von drei Lasermaschinen in die USA gestoppt. Es habe Grund zur Annahme bestanden, dass die Güter für die Entwicklung von Nuklearwaffen verwendet würden, sagte eine Seco-Sprecherin gegenüber der Zeitung.

Zuvor hatte der Bund schon den Export von Maschinenspindeln nach Frankreich untersagt, weil die Spindeln für Trägersysteme von Nuklearwaffen bestimmt gewesen seien. Rechtliche Grundlage für die Entscheide seien das Güterkontrollgesetz und die Güterkontrollverordnung. Weil es sich um aussergewöhnliche Fälle gehandelt habe, habe die Exportkontrollgruppe des Bundes und nicht - wie im Normalfall - das Seco über die Geschäfte befunden.

Bund plant Sperma-Untersuchung

Der Bund plant laut einer Meldung des «SonntagsBlick» eine landesweite Untersuchung zur Schweizer Sperma-Qualität. Dies bestätigte das Bundesamt für Gesundheit BAG der Zeitung. Die Behörde plane ein Pilotprojekt zum sogenannten Humanbiomonitoring.

Dabei solle untersucht werden, ob und in welchem Umfang die Bevölkerung mit Schadstoffen belastet ist, um allenfalls Massnahmen im Gesundheitsbereich zu treffen und Stoffe einzuschränken, führte ein Sprecher gegenüber der Zeitung weiter aus. Das Projekt starte im Herbst mit 1000 Personen aus der Deutschschweiz und aus der Romandie. Falls die Pilotphase positive Resultate zeige, könne die Studie auf bis auf 100'000 Teilnehmer ausgeweitet werden

Rahmenvertrag verliert Rückhalt

Der Rahmenvertrag mit der EU hat laut Meldungen der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» derzeit keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Die Zeitungen berufen sich auf eine repräsentative Befragung im Rahmen der konzerneigenen Tamedia-Umfragen. Demnach wollen lediglich 20 Prozent, dass der Bundesrat den EU-Rahmenvertrag rasch und ohne Änderungen unterschreibt. Rund zwei Drittel lehnten das Rahmenabkommen mit der EU aber in der vorliegenden Forma ab, denn 26 Prozent wollten gar kein Abkommen mit der EU und rund 41 Prozent verlangten Nachverhandlungen bei dem Vertragswerk.

Im «SonntagsBlick» forderte Wirtschaftsminister Guy Parmelin bezüglich des Rahmenvertrages zudem, erneut über die Bücher zu gehen. «Wir müssen nochmals verhandeln», sagte der SVP-Politiker in einem Interview mit der Zeitung. Parmelin wisse, dass für den vorliegenden Text keine Mehrheit vorhanden sei. «So wie das Abkommen formuliert ist, im Bereich der Unionsbürgerrichtlinie, der flankierenden Massnahmen und der staatlichen Beihilfen, ist es nicht mehrheitsfähig», erklärte der Waadtländer.

Zu schwierige Aufgaben bei Pisa-Test

Nach dem schlechten Abschneiden von Schülern beim landesweiten Mathematik-Test gibt es laut der «SonntagsZeitung» Kritik am Schweregrad der Aufgaben. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Gutachten des Luxemburger Zentrums für Bildungstests. Der Audit Report im Auftrag der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK kritisiere die Mathematik-Aufgaben als übertrieben ambitioniert. Die Schweizer Mathe-Ambitionen seien «im internationalen Vergleich sehr, wenn nicht sogar extrem hoch», hiess es.

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