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Spucken

Dem zivilisierten Teil der hiesigen Bevölkerung gilt öffentliches Spucken als unschicklich. Anders ist es bei Fussballern. Dort ist die explosionsartige Expulsion oraler Körperflüssigkeiten akzeptiert. Das Zürcher Verwaltungsgericht hatte sich nun unlängst mit den Fragen zu befassen, wie schlimm es ist, wenn ein Fussballfan einen Polizisten bespuckt, und ob man dem guten Mann deswegen den Besuch von Tschuttimätschli für ein Weilchen verbieten kann. Im konkreten Fall spuckte der Sportsfreund dem Ordnungshüter aus einer Distanz von drei Metern auf den «bekleideten Oberkörper», wie das Gericht festhält. Das sei, so die Richter, zwar eklig, aber nicht derart eklig wie ein Treffer ins Gesicht. Folglich handle es sich nicht um eine tätliche Beschimpfung, sondern bloss um eine Beschimpfung mittels Gebärde, und das lustige Sabbermäulchen darf sich mit richterlichem Segen weiterhin an fussballerischen Darbietungen delektieren. Wir lernen erstens: Herumspucken ist offiziell Teil der Gebärdensprache. Zweitens: Ein bisschen Polizisten bespucken ist nicht so schlimm. Und drittens: Selbst Zürcher Polizisten versehen ihren Dienst mit bekleidetem Oberkörper. (pho.)

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