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STADLER RAIL: Mit KISS und FLIRT vom Ingenieurbüro zum Grosskonzern

Der Ostschweizer Fahrzeugbauer Stadler Rail blickt auf eine 75-jährige Geschichte zurück. Diese begann 1942 mit der Gründung eines Ingenieurbüros in Zürich. Heute beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Bussnang TG über 7000 Personen, rund 3000 davon in der Schweiz.

Ernst Stadler gründete 1942 in Zürich ein Ingenieurbüro. Zu Beginn rüstete das Unternehmen vor allem bestehende Fahrzeuge auf Akku-Betrieb um. 1962 verlegte er die Firma ins thurgauische Bussnang, wo Stadler Rail heute gemäss einer Sonderbeilage des "St. Galler Tagblatts" mehr Mitarbeiter als das Dorf Einwohner hat.

1989 wurde die Firma mit damals 18 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 4,5 Millionen Franken an Peter Spuhler verkauft. Im Fokus stand fortan die Entwicklung eines leichteren und kostengünstigeren Regionalverkehrszugs, woraus zunächst der Gelenktriebwagen GTW entstand.

Spuhler orchestrierte ab Mitte der 1990er Jahre mehrere Übernahmen, wovon eine es dem Ostschweizer Fahrzeugbauer ermöglichte, in die Produktion von Strassenbahnen und U-Bahnen einzusteigen. Die Mitarbeiterzahl stieg bis im Jahr 2002 auf 700 Personen und der Umsatz auf 300 Millionen Franken.

Durchstart mit FLIRT

2004 startete das Unternehmen dank den neuen Regionalzügen FLIRT auf der Schnellspur durch: Der Umsatz stieg auf 556 Millionen Franken und die Zahl der Mitarbeitenden auf 1100. Zudem expandierte das Unternehmen ins Ausland. 2007 knackte Stadler Rail beim Umsatz erstmals die Milliardengrenze.

Ein Jahr später kam der doppelstöckige Intercity-Zug KISS zur Produktepalette dazu. Einen Rückschlag erlitt das Unternehmen 2010, als die SBB einen Grossauftrag nicht an Stadler Rail, sondern an den kanadischen Zughersteller Bombardier vergab.

Mit den Hochgeschwindigkeitszügen, von welchen am Donnerstag das erste Exemplar aus einem Stadler-Werk rollte, ist die Firma in ein neues Kapitel in ihrer Firmengeschichte eingestiegen. Davon erhofft sich das Unternehmen, das im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,76 Milliarden Franken erwirtschaftete, einen weiteren Wachstumsschub.

sda

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