STATISTIK SCHWEIZ: Junge Männer verunfallen häufiger

Seit 1970 ist die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in der Schweiz stark zurückgegangen. Bei Unfällen auf Schweizer Strassen starben 2012 dennoch insgesamt 339 Personen. Am gefährdetsten sind junge Männer und Motorradfahrer.

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Bei Motorradunfällen sind die Folgen häufig gravierend. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue OZ)

Bei Motorradunfällen sind die Folgen häufig gravierend. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue OZ)

Insgesamt ist die Zahl der Verkehrstoten, über mehrere Jahre gesehen, rückläufig, wie dem Bericht des Bundesamtes für Statistik (BFS) zu entnehmen ist. Der Bericht zeigt aber auch auf, wer statistisch zu einer Gruppe mit höherem Unfallrisiko zählt.

Junge Männer gefährdet

Vergleicht man die getöteten und schwer verletzten Personen im Strassenverkehr nach Alter und Geschlecht, so wird deutlich, dass es besonders häufig Männer von 18 bis 24 Jahren trifft. So kommen auf 10'000 Einwohnerinnen und Einwohner im Durchschnitt mehr als 12 schwer verletzte oder getötete junge Männer im Jahr 2012. Bei den 25- bis 44-jährigen Frauen hingegen kommen auf 10'000 Einwohner weniger als 4 getötete oder schwer verletzte Personen.

Motorradfahrer häufig betroffen

Was das Verkehrsmittel angeht, ist absolut gesehen die Zahl für Unfälle mit Toten oder Schwerverletzten bei Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer mit rund 1'300 am höchsten. Unfälle in der Zivilluftfahrt geschehen im Vergleich dazu weniger oft, doch enden diese für die Beteiligten eher tödlich. 2012 gab es bei Flugunfällen viermal so viel Tote wie Verletzte. Insgesamt ereigneten sich in der Schweiz 13 Flugunfälle mit Personenschaden, wobei 16 Personen starben und 4 verletzt wurden.

pd/spe

Hinweis: Der ausführliche Bericht des Bundesamtes für Statistik