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STATISTIK: Schweizer sind die glücklichsten Europäer

Die Bewohner keines anderen Landes auf unserem Kontinent sind mit ihrem jetzigen Leben derart zufrieden wie die Schweizer. Der Lebensstandard ist hoch. Dennoch sind 6,6 Prozent der Bevölkerung von Armut betroffen.
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mla. Die Schweiz ist eines jener Länder mit dem höchsten Lebensstandard in Europa, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) feststellt. Demnach war die Kaufkraft im Jahr 2014 nur in Luxemburg und Norwegen noch höher als hier (siehe Grafik). Zwar sieht es bei der Einkommensverteilung etwas weniger rosig aus – die Schweiz bewegt sich hier im vorderen Mittelfeld. Die Summe des gesamten Einkommens der reichsten 20 Prozent war 2014 4,4 Mal so hoch wie diejenige der ärmsten 20 Prozent. Am geringsten war dieser Unterschied in Island (3,1) und Norwegen (3,4), in Deutschland liegt er bei 5,1. Der Umstand, dass die Schweiz den Spitzenplatz verfehlt hat, vermag die Zufriedenheit der Bevölkerung nicht zu trüben, wie die gestern vom BFS publizierten Daten zeigen: Die Schweizer sind mit ihrem jetzigen Leben europaweit nämlich am zufriedensten. Das BFS erhebt die Daten in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat). In über 30 Ländern Europas werden jährlich über 130 000 Haushalte und mehr als 270 000 Personen telefonisch zu ihrem Einkommen und den Lebensbedingungen befragt.

Schweizern fehlt die Freizeit

Interessant hierbei: Die Bevölkerung fast aller Länder zeigt sich am zufriedensten mit dem Zustand ihrer persönlichen Beziehungen. Jeweils etwas weniger zufrieden sind sie mit ihrer vorhandenen Freizeit. Die tiefste Zufriedenheit wurde europaweit in Bezug auf die finanzielle Situation des Haushalts festgestellt, wie das BFS schreibt. Eine Ausnahme bilden hier allerdings die Menschen in der Schweiz, in Schweden und in Norwegen: Sie zeigen sich mit ihrer vorhandenen Freizeit weniger zufrieden als mit ihrer finanziellen Situation.

Rentner brauchen Vermögen auf

Dennoch treffen die Durchschnittswerte nicht auf alle zu. 6,6 Prozent der Schweizer Bevölkerung (rund 530 000 Personen) waren 2014 laut BFS nämlich von Einkommensarmut betroffen. Diese Menschen gaben an, ihr Vermögen für laufende Ausgaben zu verbrauchen. Unter den Rentnern gehören 16,7 Prozent dieser Kategorie an. Insgesamt müssen 2,9 Prozent der Bevölkerung sogar Schulden machen, um die laufenden Ausgaben bestreiten zu können.

Nebst Menschen im Rentenalter fällt aber auf, dass auch Personen in anderen spezifischen Kategorien Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen. Dies sind einerseits Personen, die lediglich die obligatorische Schule abgeschlossen und keine weiterführende Ausbildung absolviert haben. Hinzu kommen Personen mit ausländischer Nationalität – mit Ausnahme von Nord- und Osteuropäern, wie das BFS schreibt. Aber auch Arbeitsuchende und Einpersonenhaushalte im erwerbsfähigen Alter bekunden Mühe, sich zu finanzieren.

Vor allem fällt aber auf, dass Haushalte mit Kindern im Generellen mit den Finanzen hadern: Laut BFS haben über 15 Prozent Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen. Am härtesten trifft es Einelternhaushalte mit Kindern – hier sind es gar über 30 Prozent.

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