STEUERN: Daten für Schweizer Behörden

Die BDP will beim Informationsaustausch vorwärts machen. Ihr Partner, die CVP, ist nicht überzeugt.

Lukas Scharpf
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Ein Beamter des Kantonalen Steueramtes St. Gallen kontrolliert eine Steuererklärung. (Bild: Keystone)

Ein Beamter des Kantonalen Steueramtes St. Gallen kontrolliert eine Steuererklärung. (Bild: Keystone)

Schluss mit der Steuererklärung? Der BDP-Präsident Martin Landolt schlägt vor, dass die Banken die Steuerdaten ihrer Kunden direkt an die Behörden senden. Der Glarner Nationalrat sieht das als mögliches Element einer Vorwärtsstrategie beim automatischen Informationsaustausch, wie er in der «NZZ am Sonntag» bekannt gab. «Man darf die klaren Tendenzen in der EU und bei der OECD nicht einfach ignorieren. Wir sollten deshalb proaktiv vorgehen und mitgestalten», sagt Landolt gegenüber unserer Zeitung. Unterstützung für Vorstösse in der kommenden Sommersession erhofft er sich von der CVP.

Skepsis bei Zentralschweizer CVP

Zumindest bei Zentralschweizer Vertretern der CVP dürfte Landolt es mit seinem Vorschlag schwer haben. Der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister hält nicht viel von der Idee. Auch der Luzerner Ständerat Konrad Graber ist skeptisch. Etwa hinsichtlich der Konsequenzen, wenn man die Steuererklärung quasi an den Staat delegiert. «Davon abgesehen, dass es zu einem grossen Aufwand für die Steuerbehörden führt, ist es eine Umkehr des jetzigen Systems. Der Bürger müsste dann die Veranlagung durch die Behörden korrigieren», sagt Graber. Heute geht man von der Ehrlichkeit der Leute aus. «Das scheint mir das bessere staatspolitische Verständnis», erklärt Graber.

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