STEUERSTREIT: Bund soll Doppelbürger vor USA schützen

Der Bund soll für US-Doppelbürger ein vereinfachtes Verfahren erarbeiten. Dies fordert CVP- Ständerat Konrad Graber. Aus gutem Grund.

Drucken
Teilen
Der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber will den Bund beauftragen, die Doppelbürger zu unterstützen. (Bild: Keystone)

Der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber will den Bund beauftragen, die Doppelbürger zu unterstützen. (Bild: Keystone)

red. Damit die Schweizer Banken ihre Probleme mit den US-Steuerbehörden lösen können, hat der Bund mit den USA ein Programm ausgehandelt. Schweizerisch-Amerikanische Doppelbürger sind auf sich allein gestellt, wenn sie ihrer Steuerpflicht in den USA nachkommen wollen. Dabei zeigt sich: Die Verfahren sind lang, kompliziert und teuer – selbst wenn die Betroffenen in den USA keine Steuerschulden haben.

Der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber will den Bund nun beauftragen, die Doppelbürger zu unterstützen. Er hat in der Herbstsession einen entsprechenden Vorstoss eingereicht. So wie die USA den Schweizer Finanzinstituten ein Programm anbieten würden, sollte es doch auch natürlichen Personen möglich sein, ihre Situation bereinigen zu können, meint er: «Ich erwarte vom Bund, dass dieser mit den USA ein einfaches Verfahren ohne Unsicherheiten erarbeitet.»

Unterstützung erhält Graber aus der FDP. Der Zuger Ständerat Joachim Eder sagt: «Man kann nicht nur die Banken aus dem Schlamassel holen.» Bürger wie Lehmann und Schmitt, die unabsichtlich und unwissentlich gegen US-Gesetze verstossen hätten, müsse die Schweiz schützen. Auch die Basler SP-Ständerätin Anita Fetz sichert Graber ihre Unterstützung zu.