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Steuerungsorgan

Diese Woche hat ein Grüppchen, bestehend aus Vertretern von Bund und Kantonen, eine neue Variante der Unternehmenssteuerreform vorgestellt. Das allein hätte uns noch nicht nervös gemacht. Zusammengezuckt sind wir aber, als bekannt wurde, dass es sich bei dem «Kommis­siönli» um ein «Steuerungsorgan» handle. So jedenfalls wird es von Ueli Maurers Finanzdepartement genannt.

Ein interessanter Begriff, der viele Fragen aufwirft: Welches Organ steuert Maurers Geschäfte? Sein Gehirn? Oder doch ein «Expertengrüppli»? Was wird dann noch von Parlament und Volk gelenkt? Sind wir alle nun auch Organe, und falls ja, welche? Zudem stellen sich praktische Fragen: Wie begrüsst man ein Mitglied des Steuerungsorgans? Vielleicht mit: «Grüezi, Frau Steuerungszelle»? Und der Präsidentin sagen wir dann huldvoll «Frau Steuerungsstammzelle»?

Maurers Steuerungsorgan macht uns ratlos. Vielleicht lehnen wir deshalb die nächste Reform einfach ab. Denn: Was so organisch daherkommt, das ist in jedem Fall sicher auch leicht kompostierbar. (pho)

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