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Hans Stöckli sucht seinen Nachfolger

Der Berner SP-Ständerat Hans Stöckli tritt nach zwei Wahlperioden als Präsident ab. Die Nachfolgeregelung gestaltet sich nicht einfach. Sogar die Delegiertenversammlung wurde verschoben.
Balz Bruder
Hans Stöckli im Ständerat (Bild: Anthony Anex / Keystone (Bern, 13. Juni 2018))

Hans Stöckli im Ständerat (Bild: Anthony Anex / Keystone (Bern, 13. Juni 2018))

Die älteste staatsbürgerliche Gesellschaft der Schweiz sucht einen neuen Präsidenten: Der Berner SP-Ständerat Hans Stöckli, Zentralpräsident der Neuen Helvetischen Gesellschaft (NHG), gibt die Führung nach zwei Wahl­perioden statutengemäss ab. Wer ihn beerben wird, ist allerdings unklar. Stöckli sagt: «Der Wahlvorschlag wurde vom Zentralvorstand noch nicht verabschiedet.»

Was auch bedeuten kann, dass es den designierten Nachfolger gar noch nicht gibt. Jedenfalls ist es ein offenes Geheimnis, dass die Interessenten nicht gerade Schlange stehen. So wie es auch vor Stöcklis Wahl war, als es um die Nachfolge der früheren FDP-Ständerätin Christiane Langenberger ging. Klar ist nun immerhin, wann die Delegierten­versammlung (DV), an der das Präsidium und der Zentralvorstand neu bestellt werden sollen, stattfinden wird. Sie wird am 11. September über die Bühne gehen – und zwar mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die nach Auskunft von Stöckli eine Rede zum Auftakt des Abstimmungskampfes über die Selbstbestimmungs-Initiative halten wird.

Gesellschaft kämpft um ihre Zukunft

Dass die DV nicht im ersten Halbjahr stattfand, sei statutarisch kein Problem, sagt Stöckli, das Datum sei in Absprache mit der Bundesrätin festgelegt worden. Andere Stimmen sagen, die Verschiebung sei der nicht abgeschlossenen Präsidentensuche geschuldet – Stöckli sei mit seinen Olympiaaktivitäten ziemlich absorbiert gewesen. Wie dem auch sei: Die 1914 in der Bedrohungslage des Zweiten Weltkrieges gegründete NHG ist durchaus mehr als eine honorige Organisation von Schöngeistern. Ihre Ursprünge hat sie in der Aufklärung – die damalige Helvetische Gesellschaft war eine Wegbereiterin des modernen Bundesstaats. Doch die NHG kämpft um ihre Zukunft – gerade einmal 600 Mitglieder in acht Regionalgruppen der deutschen und franzö­sischen Schweiz hat sie noch. Sie ist Gründerin der CH-Stiftung, schreibt seit dem 250-Jahr-Jubiläum 2012 einen Demokratiepreis aus und hat vor zehn Jahren mit der staatsbürgerlichen Vereinigung Rencontres Suisses – Treffpunkt Schweiz fusioniert.

Just dieser Namenszusatz soll nun aber verschwinden. Den Delegierten wird im Rahmen einer Teilrevision der Statuten eine entsprechende Änderung beantragt. Griffiger soll nicht nur der Name werden, sondern auch die Präambel und der Zweckartikel der Statuten. Auf dass der Zusammenhalt des Landes, den sich die NHG auf die Fahne geschrieben hat, auch fürderhin gefördert werden könne. Politische Bildung, Föderalismus und die Entwicklung des demokratischen Rechtsstaats liegen ihr dabei seit jeher am Herzen. Auch wenn es Anfang der 30er-Jahre eine kurze Nähe zur Frontenbewegung gab. Ein Kapitel, das auch historisch aufgearbeitet wurde.

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