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STRAFVERFAHREN: Walliser CVP nach Affäre um Yannick Buttet «zutiefst schockiert»

Nach den Enthüllungen über den Walliser CVP-Nationalrat Yannick Buttet zeigt sich seine Kantonalpartei «zutiefst schockiert». Ein Parteiausschluss ist aber kein Thema. Die CVP Schweiz hat Buttet als Vize-Präsidenten suspendiert.
Portrait von Yannick Buttet, Nationalrat der CVP des Kantons Wallis, aufgenommen am 2. Dezember 2015 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Portrait von Yannick Buttet, Nationalrat der CVP des Kantons Wallis, aufgenommen am 2. Dezember 2015 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Als «zutiefst schockiert» zeigte sich am Donnerstag der Präsident der CVP des französischsprachigen Wallis, Serge Métrailler. «Das im Artikel beschriebene Verhalten passt nicht zum Eindruck, den ich von Yannick Buttet habe und ich kenne ihn seit langem», sagte Métrailler der Nachrichtenagentur SDA.

Er habe nie ein solches Verhalten von Buttet wahrgenommen, hielt der Präsident der CVP des französischsprachigen Wallis weiter fest. Sollte das im Artikel der Zeitung «Le Temps» beschriebene unangemessene Verhalten gegenüber Frauen zutreffen, so sei dies «unentschuldbar», sagte Métrailler. Dabei spiele die politische Zugehörigkeit keine Rolle.

Derzeit sei ein Ausschluss von Yannick Buttet aus der CVP aber kein Thema, das habe sich auch nach der Suspendierung aus dem Vizepräsidium der CVP Schweiz nicht geändert. Métrailler betonte zudem, dass für Buttet die Unschuldsvermutung gelte.

Die CVP Schweiz hatte Buttet wegen «inakzeptabler Übergriffe» per sofort als Vize-Präsidenten suspendiert. Der Entscheid fiel am Donnerstag, nachdem Buttet die Partei am Mittwoch über ein gegen ihn eingeleitetes Strafverfahren informiert hatte.

Gespräche über weitere Schritte

Buttet selbst habe seine Suspendierung beantragt. «Ich habe das angenommen», sagte CVP-Parteichef Gerhard Pfister am Donnerstag gegenüber SDA Video (siehe unten). Für die CVP seien «jegliche Übergriffe gegen die Integrität anderer Menschen inakzeptabel».

«Die weiteren Schritte werde ich zusammen mit dem Präsidium, der Kantonalpartei und ihm selber besprechen», sagte Pfister auf die Frage nach einem möglichen Rücktritt. Er räumte zudem ein, dass der Fall den Ruf der CVP in Mitleidenschaft zieht: «Ich glaube für keine Partei ist ein solches Verhalten imagefördernd, das gilt auch für uns.»

Strafverfahren wegen Stalking

Auslöser des Strafverfahrens ist gemäss Westschweizer Medien ein Polizeieinsatz in Siders VS am 19. November kurz vor 2 Uhr. Buttet soll eine Frau gestalkt und damit den Polizeieinsatz ausgelöst haben.

Gemäss der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» soll Buttet so lange geklingelt haben, bis die Frau, die alleine mit ihren Kindern zu Hause war, die Polizei rief. Der Politiker sagte Westschweizer Medien, er habe eine Ehekrise durchgemacht, die sein Urteilsvermögen und sein Verhalten beeinflusst habe.

Er wisse, dass er sich in dieser Zeit häufig alkoholisiert Personen auf eine Art genähert habe, welche diese als störend oder verletzend hätten empfinden können.

sda

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