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«Top-»

Der Bürger schläft ruhig, denn er weiss: Das Verteidigungsdepartement (VBS) passt auf ihn auf. Neuerdings darf er noch ruhiger schlummern, der Bürger, denn das VBS hat in einem Bericht erstmals Wichtiges von Unwichtigem getrennt. Was wichtig ist, erhält ab sofort ganz amtlich das Präfix «Top-». Dabei handelt es sich allerdings nicht um die sattsam bekannte Suche von aus dem Mannsputzzeug verschwundenen Nadeln, sondern vor allem um Vorhaben im Bereich der Rüstungsbeschaffung: «Top-Projekte» eben, die «aufgrund ihres grossen finanziellen Engagements, ihrer mehrjährigen Laufzeiten, ihrer hohen Komplexität und ihrer starken Abhängigkeiten untereinander im Fokus der politischen Gremien und der Öffentlichkeit stehen», wie das VBS etwas umständlich mitteilt.

Wir begrüssen die neue Übersichtlichkeit und fassen für den schlaftrunkenen Bürger zusammen: Auf der «Top»-Liste stehen all jene schönen Dinge, die mit erhöhter Wahrscheinlichkeit bald auf die «Flop»-Liste transferiert werden können. Womit dann die an «Top»-Projekten beteiligten «Top»-Kader des VBS nicht topless, aber immerhin mit abgesägten Hosen dastehen. (pho.)

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