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TOURISMUS: Einreise wird für Chinesen einfacher

Eine neue Schengen-Richtlinie erschwert chinesischen Gästen die Einreise in die Schweiz. Nun wurde ein Abkommen unterzeichnet, das dem ein Ende machen soll.
Sermîn Faki
Chinesische Touristinnen machen ein Selfie auf der Luzerner Kapellbrücke. (Bild Roger Grütter)

Chinesische Touristinnen machen ein Selfie auf der Luzerner Kapellbrücke. (Bild Roger Grütter)

Die Touristiker in der Zentralschweiz können aufatmen. Die Visa-Krise mit China ist so gut wie gelöst. Vergangene Woche wurde ein Abkommen zwischen der Schweiz und China zur Visumbefreiung für Diplomaten unterzeichnet, wie Céline Kohlprath, Sprecherin des Staatssekretariats für Migration (SEM), auf Anfrage sagt. «Wir warten noch auf das Notifikationsdatum seitens China, rechnen aber damit, dass dieses Abkommen in wenigen Monaten in Kraft treten wird.»

Chinesische Bürokratie

Dieses Abkommen hat offenbar auch geholfen, Hürden, die dem Schweizer Tourismus wegen einer neuen Schengen-Richtlinie entstanden waren, aus dem Weg zu räumen. Seit Mitte Oktober müssen Chinesen nämlich ein biometrisches Schengen-Visum beantragen. Das heisst, dass jeder Gesuchsteller auf einer Visaantragsstelle erscheinen und seine biometrischen Daten erfassen lassen muss. Bis jetzt erlaubt China solche Erfassungszentren nur in Städten, in denen die Schweiz über ein eigenes Konsulat verfügt: in Peking, Schanghai und Guangzhou. Für viele Chinesen bedeutet das eine lange und teure Reise, um überhaupt verreisen zu können. Das Schweizer Aussendepartement hatte sich um die Erlaubnis bemüht, weitere Visabüros in anderen Städten zu eröffnen, biss in China bis jetzt aber auf Granit. Dank des Migrationsabkommens des Staatssekretariats für Migration gibt es nun jedoch Hoffnung: «Wir gehen davon aus, dass wir von chinesischer Seite sehr bald die Genehmigung erhalten, in weiteren Städten Erfassungszentren eröffnen zu dürfen», so Sprecherin Kohlprath. In Tourismuskreisen ist davon die Rede, dass bereits in Kürze drei neue solcher Zentren aufgebaut werden, mittelfristig sollen nochmals fünf weitere dazukommen.

Zentralschweiz weiterhin beliebt

«Dies wird die Situation erheblich verbessern», ist Kohlprath sicher. Und diese war angespannt – zumindest in der Tourismusbranche. Bis anhin konnte diese dank des Wachstumsmarkts China die sonstigen Rückgänge, etwa aus dem Euroraum, kompensieren. So sorgten die Chinesen mit einer Verfünffachung der Übernachtungen seit 2005 dafür, dass die Gesamtzahl der Logiernächte in der Schweiz stabil geblieben ist.

Auch 2015 war China der grosse Wachstumsmarkt. Schweizweit stiegen die Logiernächte der Gäste aus dem Reich der Mitte nochmals um fast 38 Prozent und wiesen damit gemäss Bundesamt für Statistik das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf.

Das gleiche Bild zeigt sich für die Zentralschweiz, die weiterhin die Lieblingsdestination der Chinesen ist. Von Januar bis Oktober dieses Jahres verzeichnete die Region über 380 000 Logiernächte aus China, das sind über 100 000 mehr als in der Vorjahresperiode. Die Visa-Erschwernisse sorgen in den nächsten Monaten jedoch für einen Buchungsrückgang. Davon geht Luzern Tourismus aus, wie Sprecherin Sibylle Gerardi sagt. Das wird man insbesondere im Februar merken, der in den letzten Jahren zulegen konnte, weil immer mehr Chinesen ihr Neujahrsfest in Luzern und Umgebung gefeiert haben. Dank des bilateralen Abkommens dürfte dieser Dämpfer nur vorübergehend sein. «Wir sind zuversichtlich, dass bis zur Sommersaison hin wieder alles wie gewohnt funktioniert», so Gerardi.

Sermîn Faki

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