Missgeschick

Tür zu, Zug weg: Interregio fährt mit Baby vor den Augen der Eltern davon

Während der Ticketkontrolle wurde einem Zugbegleiter ein seltsamer Fall von Schwarzfahren gemeldet: Ein elternloses Baby, welches im Kinderwagen schlief.

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In dem Interregio von Bern nach Biel wurde der verwaiste Kinderwagen gefunden.

In dem Interregio von Bern nach Biel wurde der verwaiste Kinderwagen gefunden.

Andreas Toggweiler

Am Dienstag zum Beispiel entdeckten zwei Zugsbegleiter im RegioExpress zwischen Lyss und Biel einen Kinderwagen mitsamt Säugling. Das Kind war ohne Eltern unterwegs.

Ein Fahrgast entdeckte den Kinderwagen und schaltete die Zugbegleiter ein. "Da stand ein Wagen mutterseelenallein - mit einem zuckersüssen Baby drin", sagte der eine Begleiter der Zeitung "20 Minuten". "Wir schauten uns nur ungläubig an."

«In Zügen wurden schon allerhand kuriose Dinge wie Sturmgewehre oder auch ein Rollstuhl vergessen», sagte SBB-Sprecher Christian Ginsig zu «20 Minuten» – an einen Kinderwagen könne er sich aber nicht erinnern.

Er ergänzt aber sogleich, dass es sich dabei um ein Missgeschick handle: Die dreiköpfige Familie war in Lyss eingestiegen, die Eltern bemerkten in Bern, dass sie vergessen hatten, ihre Mehrfahrtenkarte abzustempeln. Sie stiegen rasch aus um dies nachzuholen, als sich hinter ihnen die Zugtüren schlossen und der Interregio Richtung Biel losfuhr.

Sie meldeten den Vorfall den SBB. In Biel konnten sie ihren immer noch schlafenden Säugling wieder in die Arme nehmen. (hug/sda)