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Kolumne

Und was ist eigentlich mit dem Geschlechtsnamen?

Partei, Region, Geschlecht: Wieso nicht noch weitere Kriterien für die Bundesrats-Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen?
Hans Graber
Hans Graber

Hans Graber

Wir haben es super in der Schweiz. Bei uns ist mehr oder weniger egal, wer in der Regierung sitzt. Wer in den Bundesrat will, hat eine konziliante Person zu sein. Die notorischen Kampfhunde und ewigen Kläffer müssen draussen bleiben.

Da Gott sei Dank nicht damit zu rechnen ist, dass sich daran in absehbarer Zeit viel ändert, interessieren mich auch die kommenden Bundesratswahlen nur mässig. Ich bin überzeugt, dass es schon recht kommen wird, auch wenn jetzt da im Vorfeld Namen quasi aus dem Nichts auftauchen. Leute, von denen ich noch nie gehört habe

Eine Ausnahme ist diese Frau Schneider-Schneiter, die mir in den letzten Jahren insbesondere wegen ihres Doppelmoppel-Namens präsent ist. Elisabeth Schneider-Schneiter, mit Bindestrich. Rein persönlich würde ich der Baselbieterin die Wahl ja gönnen. Andererseits gibt es nicht nur den Gesichtspunkt der Parteien und Kantone und der Frage, ob Frau oder Mann, auch der Geschlechtsname ist doch von Bedeutung. Oder konkreter: Soll es nach einem Schneider (Ammann) jetzt sofort eine Schneider (Schneiter) geben?

Schaut man auf die Liste der 117 bisherigen Bundesräte, fällt auf, dass – typisch schweizerisch – kein Geschlecht herausragt. Lediglich drei – die Celios und die Freys und die Ruffys – konnten zwei Bundesräte stellen, während Stämpfli und Stampfli halt nicht ganz dasselbe ist. Müller hat es auch erst einen gegeben und einen normalen Meier noch gar nie, im Gegensatz zu Hammer, Brenner, Wetter, Musy und Ochsenbein.

Bei den Vornamen dominiert übrigens verdientermassen Hans in allen Variationen, gefolgt von den Seppis, Ernsts und all den anderen Fritzen. Aber zurück zu den Schneiders, die früher eher im Slalomfahren (Vreni) und Kasperli (Jörg) auffällig waren, nun aber verschärft in die Spitzenpolitik drängen. Soll man sie bremsen?

Ich finde, es gäbe noch viele andere schöne Namen, die jetzt mal an der Reihe wären, will aber tolerant sein. Auch mit einer Bundesrätin Schneider-Schneiter liesse sich leben. Und selbst wenn bei einer SP-Vakanz auch noch die Freiburger Nationalrätin Schneider Schüttel (ohne Bindestrich) nachrücken sollte oder vielleicht sogar Philipp Schnyder, Gemeindepräsident von Steg-Hohtenn BE, oder Amtskollegin Kristin T. Schnider aus Wassen UR, würde die Eidgenossenschaft wahrscheinlich nicht untergehen. Denn wie gesagt, egal, wer am 5. Dezember gewählt wird: Die Schweiz ist doch praktisch immer irgendwie aus dem Schneider. Oder Schneiter.

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