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Uni-Affären und wie sie ausgingen

Diese Affären gaben zu reden: UBS und Nestlé, HSG-Professoren, Bestechungsgelder und MeToo.
Yannick Nock

UBS und Nestlé kauften sich in die Forschung ein:

Hunderte Studenten protestierten 2013 gegen den Ausverkauf der Forschung. Auslöser war eine 100-Millionen-Franken-Spende der UBS an die Universität Zürich für den Bau eines neuen Forschungszentrums. Auf Druck der Öffentlichkeit legte die Uni später den Vertrag offen. Dieser hielt fest, dass die Bank in «vernünftiger Weise profitiert». Dazu gehörte, dass die von der Bank gesponserten Professoren an Anlässen des neuen Zentrums teilnehmen und auch die Marke präsent sein müsse. Ein ähnlicher Fall ereignete sich 2014 in Lausanne. Nestlé sponserte der ETH Lausanne zwei Lehrstühle – und erhielt im Gegenzug Einfluss.

Die Universität St.Gallen (HSG) steht seit Monaten im medialen Scheinwerferlicht. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Universität St.Gallen (HSG) steht seit Monaten im medialen Scheinwerferlicht. (Bild: Hanspeter Schiess)

HSG-Professoren bezogen viel zu hohe Spesen

Eigentlich unterrichtet die Universität St. Gallen gute Unternehmensführung. Doch sie selbst hatte offenbar grosse Defizite darin. Diverse Institute haben Spesen nach Gutdünken abgerechnet, wie der Kanton im Februar detailliert auflistete. Etwa wurden für ein viertägiges Seminar fast 20 000 Franken in Rechnung gestellt. Oder Mitarbeiter wurden privat für Gutachten entschädigt, die vom Institut selber in Auftrag gegeben worden waren. Die Universität hat eine Sonderprüfung angeordnet.

Geld regiert: Hollywood-Stars bestachen Spitzen-Unis

Die Machenschaften flogen erst vor zwei Wochen auf: Prominente Eltern haben Top-Universitäten, darunter Yale und Stanford, bestochen, um ihren Kindern einen der begehrten Studienplätze zu sichern. Unter den 50 beschuldigten Eltern befinden sich auch die Schauspielerinnen Felicity Huffman («Desperate Housewives») und Lori Loughlin («Full House). Gemäss US-Behörden belaufen sich die Bestechungsgelder auf eine Summe von über 25 Millionen Dollar. Anders als in der Schweiz müssen Studierende – wenn sie überhaupt aufgenommen werden – sehr hohe Studiengebühren bezahlen.

MeToo an den Unis: Macht und sexuelle Übergriffe

Der Fall von Emma Sulkowicz, die 2014 in ihrem Bett von einem Studenten ihrer Hochschule vergewaltigt wurde, machte weltweit Schlagzeilen. Als Sulkowicz erfuhr, dass noch zwei weitere Frauen den gleichen jungen Mann einer Vergewaltigung beschuldigen,berichtete sie der Universität davon. Diese hielt den Mann jedoch für unschuldig. Er durfte bleiben. Als Protest trug Sulkowicz eine Matratze durchs Unigelände. 2018 traf die MeToo-Bewegung auch die Hochschulen. Frauen weltweit berichteten von unerwünschten Annäherungen von Professoren.

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