Kongo-Kinshasa

UNO-Sicherheitsrat kritisiert Kongo nach Massenvergewaltigungen

Nach den Massenvergewaltigungen von Frauen und Kindern in der Demokratischen Republik Kongo hat der UNO-Sicherheitsrat die Regierung des Landes scharf kritisiert. Die "Straflosigkeit" für solche Taten müsse beendet werden, forderte das höchste UNO-Gremium am Freitag in New York.

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Botschafter Dante Martinelli in Genf

Botschafter Dante Martinelli in Genf

Keystone

Die Schuldigen müssten umgehend gefasst und wegen "schwerer Verletzungen" der Menschenrechte angeklagt werden. Auch müsse die Regierung in Kinshasa die Gewalttaten verurteilen und den Opfern Hilfe zukommen lassen, forderte der Sicherheitsrat in einer Erklärung.

Auch der UNO-Menschenrechtsrat in Genf befasste sich am Freitag mit dem Kongo. Die Schweiz bleibe schockiert über die Massenvergewaltigungen, sagte Botschafter Dante Martinelli vor dem Rat. Er forderte einen besseren Schutz für Zivilisten und wie der Sicherheitsrat ein Ende der Straflosigkeit im Kongo.

In 13 Dörfern in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu waren nach UNO-Angaben Ende Juli und Anfang August binnen vier Tagen 242 Frauen und Kinder vergewaltigt worden. Ausserdem sollen sich im Laufe des Augusts etwa 260 weitere Vergewaltigungen in anderen Teilen von Nord-Kivu sowie in der Provinz Süd-Kivu ereignet haben.

Die UNO macht Rebellen und eine örtliche Miliz für die Vergewaltigungen verantwortlich, musste aber eigene Fehler einräumen, weil im Land stationierte Blauhelmsoldaten nicht einschritten.

Der Vize-Generalsekretär für UNO-Friedensmissionen, Atul Khare, sagte, die Soldaten der UNO-Friedensmission MONUSCO hätten auf die Rebellenangriffe "nicht angemessen" reagiert und seien "gescheitert".