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Unterdurchschnittlicher Anstieg – happige Erhöhung bei Kindern

Sasa Rasic

Zentralschweiz Im Vergleich zum nationalen Durchschnitt steigen die Prämien in der Zentralschweiz deutlich weniger stark an. Die Erhöhung für Erwachsene ab 26 Jahren beträgt mit einem Durchschnitt der sechs Kantone von knapp über 2 Prozent die Hälfte des Schweizer Mittels (4 Prozent). Damit steigen die Prämien 2018 weniger stark an als im Vorjahr. Schweizweit waren es 2017 durchschnittlich 4,5 Prozent – die Zentralschweizer Kantone lagen damals mit 4,3 Prozent deutlicher näher beim nationalen Schnitt.

Die Kantone Schwyz (1,6 Prozent) und Uri (1,8 Prozent) finden sich am Schluss der Tabelle. Auch Nidwalden gehört mit Appenzell Innerrhoden und Glarus (je 1,9 Prozent) zu den Kantonen mit dem geringsten Anstieg. In Obwalden (2,2 Prozent), Zug (2,3 Prozent) und Luzern (2,7 Prozent) ist das Wachstum etwas höher. Damit bezahlt im Jahr 2018 eine erwachsene Person ab 26 Jahren in der Region pro Monat durchschnittlich zwischen 367.80 Franken (Nidwalden, Vorjahr: 360.90 Franken) und 413.20 Franken (Luzern, Vorjahr 402.30 Franken). Der nationale Schnitt beträgt 465.30 Franken (Vorjahr 447.30 Franken). Bei den jungen Erwachsenen (19 bis 25 Jahre) und den unter 18-Jährigen liegt das Mittel der Zentralschwei- zer Kantone mit knapp 2,7 Prozent (Schweiz: 4,4 Prozent) respektive 3,55 Prozent (Schweiz: 5 Prozent) unter dem nationalen Durchschnitt. Doch zeigen sich bei Kindern und Jugendlichen relativ starke Erhöhungen. So steigen die Prämien für unter 18-Jährige in Luzern um 4,6 Prozent und in Obwalden um 4,3 Prozent. Im Kanton Schwyz beträgt die Zunahme in dieser Kategorie lediglich 1,8 Prozent.

Fast 600 Franken Prämie im Kanton Basel-Stadt

Am härtesten trifft der Prämienanstieg im nächsten Jahr die Romandie. Bei Personen ab 26 Jahren ist der Anstieg in den Kantonen Waadt (6,4 Prozent), Wallis (5,9 Prozent), Neuenburg (5,4 Prozent) und Genf (5,4 Prozent) am grössten. Auch in dieser Region fällt das grosse Wachstum bei den Prämien für Jugendliche und Kinder auf. Die Zunahme beträgt im Kanton Waadt in dieser Kategorie sogar 8,3 Prozent.

Spitzenreiter bei den Prämien 2018 ist jedoch trotz des Anstiegs in der Romandie der Kanton Basel-Stadt. Eine Person über 26 Jahre wird nächstes Jahr dort damit durchschnittlich 591.80 Franken pro Monat für die Krankenkasse ausgeben. Zum Vergleich: Am wenigsten zahlt man im Kanton Appenzell Innerrhoden (354 Franken)

Kanton Luzern sieht sich auf dem richtigen Weg

«Es ist erfreulich, dass die Krankenkassenprämien weniger stark ansteigen als 2017 und dass dieser Anstieg im gesamtschweizerischen Vergleich wiederum deutlich unter dem Durchschnitt liegt. Dennoch ist das noch keine Trendwende», heisst es in einer Mitteilung von Guido Graf, Vorsteher des Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartements. Bei der Bekämpfung des Kostenwachstums will er «Fehlanreize im System» korrigieren und sieht den Einsatz des Kantons Luzern bei der Vermeidung von stationären zu Gunsten von ambulanten Eingriffen als richtiges Mittel. Für Graf ist klar: «Es braucht eine Medizin mit Augenmass.» Deshalb müsse laut dem Luzerner Gesundheitsdirektor zudem eine offene und transparente Grundsatzdiskussion darüber geführt werden, wie viel das Volk für die Gesundheitsversorgung auszugeben bereit ist und welche Leistungen zukünftig über die soziale Krankenversicherung finanziert werden sollen.

Sasa Rasic

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