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US-BÖRSE: Millionengewinne für die SNB

Zu den Profiteuren der Wahl von Donald Trump gehört auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) – zumindest kurzfristig.
Hauptgebäude der Schweizerischen Nationalbank am Bundesplatz in Bern. (Bild: Keystone)

Hauptgebäude der Schweizerischen Nationalbank am Bundesplatz in Bern. (Bild: Keystone)

Überraschungen wie die Wahl des neuen US-Präsidenten sind nicht nach dem Geschmack der SNB-Währungs­hüter. Denn in solchen Situationen, zumal wenn sie mit derart grossen Unsicherheiten wie im Falle Trumps verbunden sind, erweisen sich die Schweiz und ihre Währung jeweils als sicherer Hafen für internationale Geldströme auf der Suche nach Schutz vor den Turbulenzen. Mit dem unangenehmen Effekt, dass sich der ohnehin schon starke Schweizer Franken weiter aufwertet und die stark exportorientierte Wirtschaft bremst. Vor allem der Euro geriet deshalb in den vergangenen Tagen unter Druck.

Trotzdem gibt es für die Nationalbank nach der Wahl von Trump auch eine gute Nachricht. Denn die mit mehr als 60 Milliarden Dollar in US-Aktien engagierte SNB profitiert davon, dass die Börsen nach einem anfänglichen Taucher zulegten.

Beteiligung an privaten Haftanstalten

Kurssprünge von bis zu 40 Prozent machten die Aktien von Firmen, die Gefängnisse betreiben. Die Anleger gehen offensichtlich davon aus, dass die privat betriebenen Haftanstalten nun doch nicht zu einem Auslaufmodell werden, wie es nach verschiedenen Missständen unter der jetzigen Präsidentschaft aussah. An zwei dieser Firmen ist auch die Nationalbank beteiligt, wie der jüngsten SNB-Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC zu entnehmen ist.

Im Falle der Corrections Corporation of America hielt die Nationalbank Ende September dieses Jahres gut 190 000 Aktien. Ihr Wert erhöhte sich nach einem Kurssprung in der letzten Woche von 37 Prozent um 1,1 Millionen Dollar. Einen Wertzuwachs von 0,8 Millionen Dollar verzeichnete die Beteiligung der SNB an der Geo Group, die ebenfalls Gefängnisse betreibt und deren Aktien um 28 Prozent in die Höhe schossen.

US-Rüstungsaktien schenken mehr ein

Noch mehr schenkten die umstrittenen Beteiligungen der Nationalbank an US-Rüstungskonzernen ein. Einen Kurs­gewinn von fast 16 Millionen Dollar erzielte die SNB auf ihrer Beteiligung an Northrop Grumman. Das Engagement bei Raytheon erfuhr einen Wertzuwachs von 10 Millionen Dollar. Die Kursanstiege dieser Waffenaktien waren mit 7 beziehungsweise 9 Prozent zwar weniger spektakulär als bei den Gefängnisaktien. In absoluten Zahlen waren die Gewinne aber höher, weil die SNB deutlich mehr Aktien der Waffenschmieden besitzt.

Balz Bruppacher

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