VERKEHR: Gigaliner: Bund spurte bereits vor

Die Alpen-Initiative warnt vor der drohenden Aufhebung des Gigaliner-Verbots. Der Bund winkt ab, hat sich aber bereits auf Druck aus der EU eingestellt

Merken
Drucken
Teilen
Um 6,50 Meter ueberragt ein sogenannter Gigaliner, links, ein normales Gespann, Mitte. (Bild: Keystone)

Um 6,50 Meter ueberragt ein sogenannter Gigaliner, links, ein normales Gespann, Mitte. (Bild: Keystone)

red. Gigaliner sind auf Schweizer Strassen verboten. Doch nun warnt die Alpeninitiative, dass dieses Verbot aufgeweicht werden könnte. Hintergrund ist der Vorschlag der europäischen Kommission, die entsprechende EU-Richtlinie zu ändern. Der Entwurf von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas, der der «Zentralschweiz am Sonntag» vorliegt, sieht vor, das Gigaliner künftig auch im grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzt werden dürfen. Für die Alpeninitiative ist klar, dass das Auswirkungen auf die Schweiz haben wird: «Es ist naiv, zu glauben, dass die Schweiz auf lange Zeit eine Insel sein kann, wenn sich die Gigaliner in der EU durchsetzen», sagt Sprecher Thomas Bolli. Sowohl das Bundesamt für Strassen als auch der Nutzfahrzeugverband Astag widersprechen den Alpenschützern: Gigaliner seien kein Thema. Doch auch auf der Website des Bundesamts steht, dass die Schweiz unter Druck geraten könnte. Mehr noch: Der Bund liess sogar prüfen, welche Voraussetzungen für eine Gigaliner-Zulassung nötig wären. Ergebnis: Auf der Nord-Süd-Achse würde es nur 75 Millionen Franken kosten.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag oder als AbonnetIn kostenlos im E-Paper.