VERKEHR: Streit um tiefere Promillegrenze

SP-Nationalrätin Bea Heim will die Promillegrenze von heute 0,5 auf 0,3 senken. Sogar der Beratungsstelle für Unfallverhütung geht dies zu weit.

Kari Kälin / Red
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Zuviel Alkohol trinken und Autofahren verträgt sich nicht. (Symbolbild PD)

Zuviel Alkohol trinken und Autofahren verträgt sich nicht. (Symbolbild PD)

Die Idee von SP-Nationalrätin Bea Heim, die Promillegrenze von heute 0,5 auf 0,3 Promille zu senken, stösst sogar bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) auf Skepsis. Sie bezweifelt, ob damit wirklich eine stärkere präventive Wirkung erreicht würde. Die Gefahr sei gross, dass die Missachtung einer derart rigorosen Regelung als Kavaliersdelikt betrachtet würde. Die BfU begrüsst jedoch, dass für Neulenker eine «Nulltoleranz» gelten soll.

Doch bei welchem Alkoholgehalt passieren die meisten tödlichen Unfälle? Weder das Astra noch die BfU verfügen über entsprechende Zahlen. Auch die Luzerner Polizei konnte am Dienstag dazu keine verlässlichen Aussagen machen. Bekannt ist, dass im letzten Jahr auf Luzerner Strassen 78 alkoholbedingte Unfälle passierten, bei denen Personen zu Schaden kamen. Ein Blick auf die Daten zeigt: Nur ein Unfallverursacher hatte weniger als 0,3 Promille im Blut, vier hatten 0,3 bis 0,49 Promille intus, weitere vier 0,5 bis 0,79. Die restlichen 69 Personen waren mit mehr als 0,8 Promille unterwegs. Die meisten Verkehrsteilnehmer, die einen Unfall verursachten, hatten zwischen 1,6 und 1,69 Promille im Blut.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen LZ und im E-Paper.