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VIELFALT: Ein Rettungsplan für die Biodiversität

Am Dienstagnachmittag haben über 80 Fachleute aus Organisationen der Zivilgesellschaft an einer Tagung festgehalten, dass die Schweiz rasch und dringend einen Rettungsplan für die Biodiversität braucht. Ein fundierter Massnahmenplan von Experten soll dem Bund als Grundlage für den Aktionsplan Biodiversität Schweiz dienen.
Die Biosphäre Entlebuch beispielsweise trägt zur Biodiversität in der Schweiz bei. Im Bild ist der Blick in Richtung Flühli im Gebiet Salwideli. (Archivbild / Pius Amrein / Neue LZ)

Die Biosphäre Entlebuch beispielsweise trägt zur Biodiversität in der Schweiz bei. Im Bild ist der Blick in Richtung Flühli im Gebiet Salwideli. (Archivbild / Pius Amrein / Neue LZ)

Die Biodiversitätsfachleute der Organisationen der Zivilgesellschaft haben am Dienstag anlässlich einer Arbeitstagung beschlossen, einen Rettungsplan für die Biodiversität in der Schweiz zu entwickeln. Das schreiben sie in einer Medienmitteilung. Initiator Werner Müller, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz betont: «Bereits für Sommer 2014 hatte Bundesrätin Leuthard einen Aktionsplan für den Erhalt der Biodiversität in der Schweiz angekündigt. Ein solcher lässt jedoch weiterhin auf sich warten.»

Währenddessen würde die biologische Vielfalt in der Schweiz weiterhin abnehmen. «Wir dürfen nicht mehr länger warten, deswegen werden wir dem Bund einen eigenen Vorschlag präsentieren, wie er das Artensterben und den Verlust der Naturräume stoppen kann», betont Friedrich Wulf von Pro Natura, Mitorganisator der Tagung in Bern.

Die Biodiversitätsexperten richten ihren Massnahmenplan nach einem Entwurf des Aktionsplans Biodiversität aus, den das Bundesamt für Umwelt bereits 2013 in einem breitangelegten partizipativen Prozess erarbeiten liess. Die 110 Massnahmen werden auf die 25 wichtigsten verdichtet und nach den Sommerferien Bundesrätin Leuthard vorgelegt.

Der Rettungsplan soll sowohl den Staat – Gemeinden, Kantone sowie Bund – als auch Wirtschaft, Forschung, Bildung ermutigen, dem Verlust der Lebensgrundlagen und der einheimischen Natur sinnvoll entgegenzuwirken. Dieser gefährdet die Ökosysteme und ihre vielfältigen Leistungen für Mensch und Wirtschaft.

Nachdem bereits vor wenigen Wochen über 5000 Expertinnen und Praktiker mit einem Brief an Bundespräsidentin Doris Leuthard wissen wollten, wo der überfällige Aktionsplan Biodiversität des Bundes steht, werden nun auch Parlamentsmitglieder aktiv. In der kürzlich beendeten Sommersession haben 9 Nationalrätinnen und Nationalräte aus allen Fraktionen Fragen an den Bundesrat gestellt.

pd/fmü

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