Justiz

Viermal per Sonderflug ausgeschafft: renitenter Montenegriner wieder in der Schweiz

Ein 43-jähriger Mann aus Montenegro musste schon viermal ausgeschafft werden – jedes Mal mit einem teuren Sonderflug. Das geht aus einem Bundesgerichtsurteil von Ende November hervor.

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Szene einer Ausschaffung (Symbolbild)

Szene einer Ausschaffung (Symbolbild)

Wie die SonntagsZeitung berichtet, hat der Montenegriner seit 2012 ein Einreiseverbot und kehrt trotzdem immer wieder in die Schweiz zurück.

Erstmals kam der Mann 1991 als Asylbewerber in die Schweiz. Nach seiner Wegweisung zog es ihn nach Deutschland. 2008 kehrte er wieder zurück in die Schweiz – der damals 35-Jährige hatte eine 53-jährige Schweizerin geheiratet.

Erst als er seine Frau schlägt, werden die Schweizer Behörden auf den Mann und seine kriminelle Vergangenheit aufmerksam: In Deutschland war er zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden, wie die SonntagsZeitung schreibt. Mehrere vertuschte schwere Diebstähle und drei Mordversuche werden ihm angelastet.

Weil er die Vorstrafen verschwiegen hatte, wird ihm die Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz entzogen. Er weigerte sich jedoch, das Land zu verlassen und wurde per Sonderflug zurück nach Montenegro befördert – und das mittlerweile zum vierten Mal. Jedesmal kehrte er zurück in die Schweiz.

Zur Zeit sitzt der renitente Rückkehrer auf Anordnung der Berner Behörden erneut in Ausschaffungshaft. Das Bundesgericht lehnte seine Haftbeschwerde ab. (nch/cze)