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Kommentar

Die Vollgeld-Initiative ist
zu spät gekommen

Rund drei Viertel der Schweizer sagen Nein zur Vollgeld-Volksinitiative. Die Banken dürften das nicht als Freipass werten, mahnt Bundeshausredaktor Fabian Fellmann.
Fabian Fellmann
Fabian Fellmann, Leiter Bundeshausredaktion.

Fabian Fellmann, Leiter Bundeshausredaktion.

Die Vollgeld-Initiative hat die Schweizer nicht vom Hocker gerissen. Nur rund ein Viertel sagte Ja, die Stimmbeteiligung fiel ausserordentlich gering aus.

Die Initiative ist zu spät gekommen. Vor zehn Jahren musste die Grossbank UBS vom Staat gerettet werden, die Banker wurden zu Prügelknaben der Nation. Zu jener Zeit hätte eine Volksinitiative zur Entmachtung der Banken und einer Stärkung der Nationalbank wohl mehr Zustimmung gefunden.

Inzwischen scheinen sich die Emotionen verflüchtigt zu haben, viele potenzielle Protestwähler blieben zu Hause. Den Initianten ist es trotz einer engagierten Kampagne nicht gelungen, sie zu mobilisieren. Für die grosse Mehrheit der Bürger ist die Angst vor einer nächsten Finanzkrise nicht gross genug, um sich auf das Experiment Vollgeld einzulassen – und sie sahen darin zu Recht kein taugliches Gegenmittel.

Die Schweiz hat schon viel getan, damit die grossen Geldhäuser stabiler werden. Diese Arbeit ist aber nicht abgeschlossen. Die Banken sollten die deutliche Ablehnung der Vollgeld-Initiative nicht als Freipass verstehen, zusätzliche Sicherungsmassnahmen abzuwürgen. Das Vertrauen der Bürger in die Banken ist nicht gottgegeben. Und die nächste Krise kommt bestimmt.

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