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Von Leuthard bis Sawiris: Diese Persönlichkeiten gehören zum Machtnetz von Heidi Z'graggen

Die Urner Bundesratskandidatin Heidi Z’graggen hat weniger als zwei Wochen Zeit, um das Parlament von ihren Qualitäten zu überzeugen. Punkten kann sie mit einem Milliardenprojekt – und ihrer Authentizität.
Anna Wanner
Heidi Z'graggen kandidiert für den Bundesrat: Die CVP-Frau ist im Kanton Uri als Regierungsrätin tätig. 2017 hat der Bundesrat die Urnerin zur Präsidentin der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission ernannt. (Bild: Peter Klaunzer / Keystone (Bern, 16. November 2018))
Bruno Dobler ist seit zehn Jahren mit Heidi Z’graggen liiert. Das Paar lebt aber getrennt. Der frühere SVP-Kantonsrat und Bankrat bei der Zürcher Kantonalbank wohnt im Zürcher Oberland, Z’graggen wohnt eher zurückgezogen zwischen Silenen und Erstfeld. Die Liaison wird ihr als Vorteil ausgelegt, da sie Stimmen bei der SVP machen könnte. Allerdings wird Z’graggen auch mit ihrer Haltung bei der Partei besser punkten können als Konkurrentin Viola Amherd. (Bild: PD)
Ruth Wipfli-Steinegger arbeitet in Heimat- und Naturschutzfragen mit Z'graggen zusammen. (Bild: Peter Schneider / Keystone (Gstaad, 24. Juli 2016)
Ruth Wipfli und Franz Steinegger sind zwar beide FDP-Parteimitglieder. Das Paar steht Heidi Z’graggen nahe und unterstützt ihre Kandidatur. Der frühere FDP-Präsident Franz Steinegger hat selbst zwei Mal für den Bundesrat kandidiert, schaffte den Sprung aber nicht.
Über die Kontakte von Gabi Huber, alt Nationalrätin und früherer Fraktionschefin der FDP, und Franz Steinegger hat Heidi Z’graggen auch einen Draht zu den Freisinnigen. (Bild: Peter Klaunzer / Keystone (Bern, 9. September 2015)
Die Urner Regierung (auf dem Bild die fünf von sieben, im ersten Wahlgang gewählten Regierungsräte Roger Nager, Barbara Bär, Beat Jörg, Heidi Z'graggen und Urban Camenzind, von links) steht geschlossen hinter Z’graggen. Landammann Roger Nager (FDP) sagt, der Kanton sei stolz auf die Kandidatin. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Altdorf, 28. Februar 2016)
Hansheiri Inderkum, der den Kanton Uri im Ständerat vertrat und ihn 2010 präsidierte, gilt als Förderer von Heidi Z’graggen. (Bild: Paul Gwerder)
Franz Egle kennt Heidi Z’graggen als Berater von Samih Sawiris. Egle ist in Bern stark vernetzt, war Informationschef im Aussendepartement und Berater von Bundesrat Flavio Cotti.
Franz-Xaver Simmen ist CEO von Andermatt Swiss Alps. Er hat eng mit Heidi Z’graggen zusammengearbeitet. Er sagt über sie: «Heidi Z’graggen hat geschickt und feinfühlig zwischen Investoren und Umweltverbänden vermittelt. Das Projekt konnte dank ihrem Engagement in für alle Seiten akzeptabler Zeit umgesetzt werden. Andere Tourismus-Destinationen brauchen dafür Jahrzehnte.» (Bild: Boris Bürgisser (Andermatt, 8. November 2018))
Samih Sawiris investiert 2 Milliarden Franken in das Projekt Andermatt Swiss Alps. Er sagte dem Sonntagsblick: «Ich habe Frau Z’graggen als kompetente und verhandlungsstarke Vertreterin der Interessen des Kantons Uri kennengelernt.» (Bild: Nadia Schärli (Andermatt, 11. Dezember 2014))
Als Doris Leuthard 2004 das Parteipräsidium übernahm, präsidierte Heidi Z’graggen die Urner Kantonalpartei, Z’graggen war auch Mitglied des Zentralpräsidiums. Z’graggen bezeichnet Leuthard als «Weggefährtin». Beide Frauen starteten in jenen Jahren durch – wenn auch auf unterschiedlichen Level: Heidi Z’graggen als Regierungsrätin, Doris Leuthard als Bundesrätin. (Bild: Sigi Tischler / Keystone (Altdorf, 26. Oktober 2017))
CVP-Chef Gerhard Pfister kennt Heidi Z’graggen aus dem Parteivorstand. Er twitterte nach der überraschenden Nomination von Z’graggen: «Überraschung nur für Journalisten, die nicht hinschauen.» Für ihn war die Urnerin also gesetzt. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 8. November 2018))
Andrew Walo ist Präsident der Centralschweizerischen Kraftwerke AG. Heidi Z’graggen hat ein Verwaltungsratsmandat. (Bild: PD)
Über das Umweltnetz hat Heidi Z'graggen auch einen Kontakt zu Raimund Rodewald, Geschäftsleiter der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. (Bild: Gaetan Bally / Keystone (Bern, 13. November 2017))
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Diese Persönlichkeiten gehören zum Machtnetz von Heidi Z'graggen

Heidi Z’graggen blickt gerne aus dem Fenster. Von ihrem Zuhause aus sieht sie die schroffen Berge des Urner Reusstals. «Unser Kanton prägt uns sehr», sagt die 52-Jährige. «Die Berge lehren uns Vorsicht.» Gleichzeitig sieht sie auch die Strassen und Züge, die Jahrhunderte alte Handelsroute über den Gotthard. Ein Sinnbild für die Offenheit.

Aufgewachsen in Silenen (510 Meter über Meer) ging Z’graggen häufig «z’Berg», auf den Bristenstock (3072 Meter über Meer), wo ihr Vater, ein Strahler, nach Bergkristallen suchte. «Der Bristenstock bedeutet uns viel. Er bedeutet Heimkommen, weil er das Reusstal abschliesst. Er bedeutet aber auch Ausblick und Weitblick.» Und er habe sie gelehrt, sich in einer unwirtlichen Umwelt zu bewegen. Tritt für Tritt gehen, um ans Ziel zu kommen. Ihre Kandidatur für den Bundesrat vergleicht sie mit einer Bergtour. Nach eher flachen Passagen stehe sie nun vor dem Aufstieg zum Gipfel. «Das ist eine durchaus anspruchsvolle Passage, die da vor mir liegt», sagt sie. Dass Z’graggen gar nie auf dem Gipfel ankommen könnte, ist kein Thema.

Dabei ist sie als Regierungsrätin die Aussenseiterin im Rennen um die Nachfolge von Doris Leuthard. Konkurrentin Viola Amherd ist im Vorteil, weil sie im Parlament bekannt ist. Z’graggen hat mittlerweile in Bern ein Hotel bezogen. Sie will bei früheren Regierungsräten anknüpfen, die im Bundeshaus politisieren und die sie aus der Konferenz der Kantonsregierungen kennt. Auch dass sie Mitglied des CVP-Parteivorstands war, kann ihr helfen. Vor allem aber kann Z’graggen mit Exekutiv-Erfahrung punkten — und mit einem Milliardenprojekt, das sie mit ihren Kollegen in Rekordzeit umgesetzt hat: Die Ski- und Hotelanlage Andermatt Swiss Alps des ägyptischen Investors Samih Sawiris.

Natürlich ist es nicht das einzige Projekt von Justizdirektorin Z’graggen. Dieses Jahr hat der Golzernsee einen Steg erhalten, damit die vielen Fusstritte der Besucher das Flachmoor nicht kaputt machen. Und ein Teilstück des alten Säumerwegs über den Gotthard ist saniert worden.

Aufgrund ihres Engagements im Umweltbereich hat der Bundesrat Heidi Z’graggen vor einem Jahr zur Präsidentin der Eidgenössichen Natur- und Heimatschutzkommission ernannt. Wieso trotzdem alle nur von Andermatt reden? Es macht eben einen Unterschied, ob eine Regierungsrätin Projekte für einen Holzsteg oder einen Säumerpfad im Umfang von 70'000 oder 175'000 Franken umsetzt oder eine 2-Milliarden-Kiste schaukelt.

Lachen, Tanzen, Skifahren: Heidi Z'graggen in Bildern

CVP-Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen beantwortet Fragen von Journalisten vor den Hearings in der Fraktionssitzung der CVP. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer, 16. November 2018)
Bei der Eröffnung des neuen Sessellifts in der Skiarena Andermatt-Sedrun war sie ebenfalls dabei: Z'graggen (ganz links) an der Seite von Marc Girardelli, Peter Furger, Josef Dittli, Samih Sawiris und Bernhard Russi (von links). (Bild: Elias Bricker, 10. März 2018))
Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen spricht anlässlich einer Buchvernissage in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bürglen. (Bild: Urs Hanhart, 24. Oktober 2017))
Zur Einbürgerungsfeier händigt Z'graggen der aus Serbien stammenden Familie Lazic die Landrechtsurkunde aus. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 2. November 2017))
Auch bei Regen gut gelaunt: Z'graggen am Zürcher Sechseläuten. (Bild: Roger Grütter (Zürich, 18. April 2016))
Z'graggen in Gurtnellen. (Bild: Urs Hanhart, 28. Februar 2016)
Steht sie hier neben ihrem künftigen Arbeitskollegen? Z'graggen mit Bundesrat Ueli Maurer und alt Bundesrat Adolf Ogi an der Gedenkfeier «75 Jahre Rütlirapport» auf dem Rütli. (Bild: Nadia Schärli (Seelisberg, 25. Juli 2015))
Alt Bundesrätin Ruth Metzler und Z'graggen an der Premiere des Freilichtspiels «Tell trifft Wagner». (Bild: Bruno Arnold (Seelisberg, 31. Juli 2013))
Auch in Luzerner Gesellschaft heiter: CKW-Verwaltungsrätin Heidi Z'graggen mit ihrem VR-Kollegen Marcel Schwerzmann an der CKW-Generalversammlung. (Bild: Remo Nägeli (Luzern, 25. Januar 2013))
Besuch aus Südamerika: Regierungsrätin Z'graggen mit Nationalrätin Gabi Huber und einer Delegation aus Uruguay. (Bild: Mario Wittenwiler (Altdorf, 22. September 2012))
Z'graggen mit Maria Magdalena de Lima Moreno, Bürgermeisterin von Nueva Helvecia in Uruguay. (Bild: Mario Wittenwiler (Altdorf, 22. September 2012))
2012 wird Z'graggen zum dritten Mal in den Urner Regierungsrat gewählt. Zusammen mit Josef Dittli, Beat Arnold, Beat Jörg und Markus Züst (von links) schafft sie die Wahl im ersten Wahlgang. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 11. März 2012))
Z'graggen im Wahlkampf 2012: Podium mit Beat Arnold, Josef Dittli und Markus Züst (von links). (Bild: Dominik Wunderli (Altdorf, 26. Februar 2012))
Bei der Arbeit im Urner Landrat: Frau Landammann Z'graggen mit Finanzdirektor Josef Dittli und Bildungsdirektor Beat Jörg. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 18. Juni 2014))
Spatenstich fürs Hotel Chedi: Z'graggen und Samih Sawiris in Andermatt. (Bild: Urs Hanhart, 26. September 2009)
Grundsteinlegung fürs Hotel Chedi in Andermatt mit Samih Sawiris, Andermatter Gemeindepräsident Karl Poletti, Heidi Z'graggen und Akira Moreno, dem künftigen Betreiber des Chedi. (Bild: Pius Amrein, 31. August 2010)
Zum Wohl! Z'graggen am Aufrichtfest fürs Hotel Chedi mit Samih Sawiris und dem Andermatter Gemeindepräsidenten Roger Nager. (Bild: Dominik Wunderli (Andermatt, 9. November 2011))
Die Medien hat sie «im Griff»: Nach der Fernsehsendung zum Gotthard-Durchstich in Göschenen wagte Regierungsrätin Z'graggen ein Tänzchen mit SF-Moderater Urs Leuthard. (Bild: Urs Hanhart,
15. Oktober 2010)
2010: Z'graggen verkündet ihre Ständerats-Kandidatur am Ufer des Urnersees. (Bild: Daniel Regli (Altdorf, 4. Februar 2010))
Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamts für Kultur, und Justizdirektorin Z'graggen diskutieren über schützenswerte Urner Ortsbilder. (Bild: Urs Hanhart, 18. März 2009))
Z'graggen im extravaganten Outfit an der Vereidigungsfeier für den Regierungs- und Landrat 2008. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 2. Juni 2008))
Auch Elektrobikes zu fahren, macht ihr Freude: Z'graggen und vier Urner Landräte kamen 2007 von Erstfeld mit dem Velo zur Landratssession. (Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 4. Juni 2007))
Schwindelfrei: Z'graggen an der Eröffnung der Hängebrücke in Gurtnellen im Jahr 2007. (Bild: Sven Aregger (14. Juni 2007))
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Lachen, Tanzen, Skifahren: CVP-Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen in Bildern

Frauen reissen aus

Heidi Z’graggen weiss, wie schwierig es sein wird, in nur zwei Wochen Bekanntschaft mit 246 Parlamentariern zu machen und Vertrauen zu schaffen. Doch die eigene Fraktion konnte sie vor Wochenfrist mühelos von ihren Qualitäten überzeugen. Wieso sollte dies bei anderen nicht gelingen? Weggefährten beschreiben sie als zielstrebig. Als hartnäckig, aber nicht stur. «Mit Sturheit lassen sich keine Kompromisse finden», sagt die promovierte Politologin. In der Schweiz seien diese aber zwingend nötig. Sonst funktioniere die Konkordanz nicht. Der typisch schweizerische Prozess der Lösungsfindung taucht ständig in ihren Reden auf. Z’graggen ist ein Fan der Institutionen, die Konkordanz ihr Lieblingsthema.

Politisch will sie sich nicht «schubladisieren» lassen. Was die Natur betrifft, ist sie bewahrend. Was Gesellschaft und Wirtschaft betrifft, ist sie offen. Müsste sie sich doch für etwas entscheiden, wäre es die Offenheit. Diese habe sie von den Frauen in der Familie geerbt, von der Grossmutter und der Tante, die ausgeschweift sind, um zu arbeiten. «Sie haben uns die neuen Ideen nach Hause gebracht.» Auch Z’graggen, die als Lehrerin arbeitete, wollte irgendwann mehr: mehr Wissen. Das Studium führte sie nach Genf und Bern, wo sie eine Dissertation über die Professionalisierung von Parlamenten schrieb. Wie ihre Grossmutter ist auch Z’graggen nach Uri zurückgekehrt. Seit 14 Jahren wirkt sie als Regierungsrätin. Vor vier Jahren erklärte sie als Frau Landammann der Bevölkerung: «Das Neue kommt sowieso, es macht keinen Sinn, sich dagegen zu stemmen. Wir sollten besser einen Nutzen daraus ziehen.»

Das ist in einem Kanton, der nur 1,6 Prozent Siedlungsfläche hat, gar nicht so einfach. Die Regierung entwirft derzeit neue Pläne, wie dieser knappe Raum am besten aufgeteilt wird. Denn nebst dem Wohnraum, welchen die 33'000 Bewohner für sich beanspruchen, brauchen auch Autobahn, Zuglinien, der lokale Verkehr und das Gewerbe ihren Platz.

Das Neue kam in Form des Grossinvestors. In den 90er Jahren, als sich Armee, Ruag und SBB aus Uri zurückzogen, kämpfte der Kanton gegen Abwanderung, gegen eine strukturelle Krise. Sawiris erwischte einen guten Zeitpunkt. Das Unternehmen Andermatt Swiss Alps betreibt Bergbahnen und Hotels und beschäftigt 600 Personen. Rund 500 Stellen konnten neu geschaffen werden.

Wenn sich heute kaum eine kritische Stimme zum Projekt finden lässt, hat das zwei Gründe: Erstens bot das Mega-Projekt vielen Urnern eine Perspektive. Zweitens schaffte es die damals neue Regierungsrätin, alle Parteien an den Tisch zu holen und mögliche Konflikte sofort zu diskutieren, ohne sie eskalieren zu lassen oder später nochmals bereinigen zu müssen. Auch der Geschäftsführer des Landschaftsschutzes Schweiz, Raimund Rodewald, stellt ihr ein gutes Zeugnis aus: Er empfiehlt dem Parlament, Z’graggen eine Chance zu geben.

Selbst überschätzt

Dabei waren die Urner von ihrer Regierungsrätin nicht immer so begeistert. 2010 erlitt Z’graggen eine Schlappe, als sie für den Ständeratssitz kandidierte, aber gegen den farblosen Markus Stadler unterlag. Sie hatte sich überschätzt: Sie hätte trotz neuer Aufgabe Regierungsrätin bleiben wollen. Die Urner goutierten diesen Machtanspruch nicht.

Die Beratungsresistenz im Vorfeld der Ständeratswahlen und das Schmücken mit fremden Federn (in Bezug auf das Projekt Andermatt) sind die stärksten Vorwürfe, die heute noch gegen sie laut werden. Nein, sie hat den Sawiri-Deal nicht eingefädelt. Sie hat aber entscheidend darauf hingewirkt, dass das Projekt so schnell und unkompliziert umgesetzt werden konnte. Der konkordanten Lösungsfindung sei dank. «Es war anstrengend, es war schwierig», sagt Z’graggen, «aber am Schluss haben alle unterschrieben.»

Längst haben die Urner die Reihen hinter ihrer Kandidatin geschlossen. Der Gesamtregierungsrat und der ganze Kanton stehe hinter Heidi Z’graggen, sagt Landammann Roger Nager (FDP). «Wir sind stolz, eine so gute Kandidatin zu haben.» Jetzt hoffen sie alle. «Iseri Heidi» wäre die erste Urner Vertretung im Bundesrat. Zwar hätte 1891 der katholisch-konservative Gustav Muheim eine Chance gehabt, den Sprung nach Bern zu schaffen. Er wollte aber seine Heimat nicht verlassen. «Heute sind wir besser vernetzt und an den ÖV angeschlossen», sagt Nager und lacht. Der Kanton bereitet bereits die Bundesratsfeierlichkeiten vom 13. Dezember vor.

Denn der Bundesratssitz ist in Griffweite und Z’graggen fest entschlossen. Heimweh nach Bristenstock oder Windgällen kann aber bei ihr nicht ausgeschlossen werden.

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