VORSCHLAG: 5 Franken fürs Benzin? Bürgerliche laufen Sturm

Ausgerechnet Rudolf Wehrli, der höchste Wirtschaftschef der Schweiz, befeuert die Debatte um massiv höhere Benzinpreise – und wird dafür heftig kritisiert.

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Das Tanken wird immer teurer. (Symbolbild / Neue LZ)

Das Tanken wird immer teurer. (Symbolbild / Neue LZ)

«Wir verhalten uns unökologisch, weil es uns nichts kostet», ist Rudolf Wehrli, der Präsident des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse, überzeugt – und macht eine brisante Äusserung: «Der Benzinpreis müsste auf 5 Franken pro Liter erhöht werden.» Während der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS), der sich für den ÖV starkmacht, die überraschende Erkenntnis des obersten Schweizer Wirtschaftschefs wohlwollend zur Kenntnis nimmt, ist man auf Seiten der Bürgerlichen empört. «Wehrli hat keine Ahnung, wie das Volk denkt», ärgert sich beispielsweise der Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann, der derzeit auch die Erhöhung des Autobahnvignetten-Preises von 40 auf 100 Franken bekämpft. «Sollte der Benzinpreis auf 5 Franken pro Liter steigen, hätten wir mittelalterliche Zustände. Damals ritt die Oberschicht hoch zu Ross daher. Jetzt will sie offenbar die Strassen allein für sich.»

«Einer grünen Logik erlegen»

Mit Unverständnis reagiert man auch beim Schweizerischen Gewerbeverband: «Der Economiesuisse-Präsident ist offenbar einer grünen Logik erlegen», sagt Direkor Hans-Ulrich Bigler. Im Gegensatz zum öffentlichen Verkehr, der zu mehr als 50 Prozent von der öffentlichen Hand finanziert werde, sei die Strasse eigenwirtschaftlich. Kritik kommt auch von Seiten des Schweizerischen Nutzfapihrzeugverbandes Astag.

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