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WAHLEN: Johann Schneider-Ammann ist neuer Bundespräsident

Johann Schneider-Ammann ist im kommenden Jahr Bundespräsident. Der Berner Freisinnige wurde am Mittwoch mit 196 von 208 gültigen Stimmen gewählt.
Johann Schneider-Ammann (Bild: Keystone)

Johann Schneider-Ammann (Bild: Keystone)

Das ist im Vergleich mit früheren Bundespräsidenten und -präsidentinnen ein gutes Resultat. Bei der Wahl von Schneider-Ammann wurden 27 Stimmzettel leer eingelegt. Zwölf Parlamentarierinnen und Parlamentariern schrieben einen anderen Namen als den des Wirtschaftsministers auf ihre Zettel.

Die amtierende Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga wurde vor einem Jahr mit 181 Stimmen gewählt. In den vergangenen zehn Jahren erhielten nur die FDP-Bundespräsidenten Pascal Couchepin (197), Hans-Rudolf Merz (185) und Didier Burkhalter (183) mehr Stimmen.

Ueli Maurer (SVP) kam 2012 auf 148 Stimmen, Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) im Jahr 2011 auf 174. 2009 dagegen erhielt Moritz Leuenberger (SP) mit 128 Stimmen einen Denkzettel verpasst und Micheline Calmy-Rey (SP) 2010 einen noch grösseren mit 106.

Dies war das schlechteste Resultat in der Geschichte der Eidgenossenschaft, mindestens seit der Einführung des Proporzwahlsystems im Jahr 1919. Vor Calmy-Rey hatte Edmund Schulthess (FDP) den Negativrekord gehalten. Er wurde mit 136 Stimmen zum Bundespräsidenten für 1921 gewählt.

Doris Leuthard als Vizepräsidentin

Vizepräsidentin des Bundesrates wird im nächsten Jahr Doris Leuthard (CVP) sein. Sie wurde mit 180 von 203 gültigen Stimmen gewählt. Sie ist seit 2006 Bundesrätin und damit das amtsälteste Mitglied der Landesregierung. Sie war bereits 2010 Bundespräsidentin und wird voraussichtlich 2017 das Amt zum zweiten Mal in ihrer politischen Karriere ausüben. 23 Stimmen gingen an verschiedene Personen.

Schneider-Ammann ruft zu gemeinsamer Verantwortung auf

Der neue Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat vor den Räten zur gemeinsamen Verantwortung aufgerufen. Um die bevorstehenden Aufgaben zu meistern, brauche es gemeinsam getragene Entscheide und für Lösungen den Mut, über den eigenen Schatten zu springen.

Der künftige Bundespräsident und die neue Vizepräsidentin Doris Leuthard wurden von der Vereinigten Bundesversammlung sofort nach ihrer Wahl empfangen. Zuallererst bedachten die Parlamentarier und Parlamentarierinnen die beiden mit anhaltendem Applaus.

Bundespräsident zu sein, sei für ihn eine grosse Ehre und zugleich eine Verpflichtung, sagte Schneider-Ammann vor den National- und Ständeräten. Ob Frankenschock, Flüchtlingskrise, Terror oder Konflikte und Krisen: «All diese schwierigen Aufgaben können wir meistern, aber nur, wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen.»

Eine erste Herausforderung sei es, die Offenheit und Souveränität der Schweiz zu sichern. «Offenheit gegenüber der Welt und dem Welthandel war seit jeher unsere selbstbewusste Antwort (...) auf unseren kleinen Heimmarkt.» Er bekannte sich dabei zum bilateralen Weg. Diesen gelte es zu sichern.

Als zweite Herausforderung nannte der neu gewählte Bundespräsident den Mut zu Reformen. Die Schweiz könne aus einer Position der Stärke heraus handeln. «Kein Land ist innovativer, die Arbeitslosigkeit ist sehr tief. Das duale Bildungssystem bietet allen gute Chancen.» Keine Schuldenlast erdrücke die Entwicklung des Landes.

Die Wettbewerbsfähigkeit sei die dritte Herausforderung, sagte Schneider-Ammann. «Gemeinsam für Jobs und unser Land» habe sein Motto als Unternehmer gelautet und laute sein Motto als Bundesrat. Die Unternehmen brauchten wettbewerbsfähige, liberale Bedingungen. Er rief auf, die Sozialpartnerschaften zu pflegen statt mit immer neuen Gesetzen den Betrieben Korsette anzulegen.

Der neuformierte Bundesrat wird von der Vereinigten Bundesversammlung vereidigt: (v.l.n.r.) Johann Schneider-Ammann, Alain Berset, Guy Parmelin und der neugewählte Bundeskanzler Walter Thurnherr. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Der neuformierte Bundesrat wird von der Vereinigten Bundesversammlung vereidigt: v.l.n.r.) Doris Leuthard, Ueli Maurer, Didier Burkhalter, Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Johann Schneider-Ammann, Alain Berset, Guy Parmelin und der neugewählte Bundeskanzler Walter Thurnherr. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Die Bundesräte (v.l.n.r.) Doris Leuthard, Ueli Maurer, Didier Burkhalter, Simonetta Sommaruga, Johann Schneider-Ammann, Alain Berset, Guy Parmelin und Bundeskanzler Walter Thurnheer bei der Vereidigung nach den Bundesratswahlen. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Der neugewählte Bundesrat Guy Parmelin, links, freut sich neben Ständerätin Geraldine Savary, SP-VD. (Bild: PETER KLAUNZER)
SVP-Nationalrat Guy Parmelin, VD, links, wird als neuer Bundesrat gewählt und erhält von Fraktionschef Adrian Amstutz Gratulationen. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Der neugewählte Bundesrat Guy Parmelin schreitet Momente nach der Wahl durch die Vereinigte Bundesversammlung zum Rednerpult. (Bild: LUKAS LEHMANN)
SVP-Nationalrat Guy Parmelin, VD, wird als neuer Bundesrat gewählt. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Die Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler kommen nach der Auszählung des ersten Wahlgangs angeführt von Edith Graf-Litscher, SP-TG, zurück in den Saal. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Bundesratskandidat Guy Parmelin, Mitte, ist gedankenversunken. (Bild: MARCEL BIERI)
Bundesratskandidat Thomas Aeschi, rechts, gibt seine Stimme in die Wahlurne. (Bild: MARCEL BIERI)
Angelo Paparelli, Michele Foletti und Daniele Caverzasio, von links, Politiker der Lega dei Ticinesi und Anhänger von SVP-Bundesratskandidat Norman Gobbi, verfolgen am Fernsehen die Bundesratswahlen. (Bild: GABRIELE PUTZU)
Anhänger der Lega dei Ticinesi und Unterstützer von SVP-Bundesratskandidat Norman Gobbi verfolgen am Fernsehen die Bundesratswahlen. (Bild: GABRIELE PUTZU)
Der Zuger Bundesratskandidat Thomas Aeschi, rechts, gibt seine Stimme in die Wahlurne neben Fraktionskollegin Magdalena Martullo-Blocher, GR. (Bild: PETER KLAUNZER)
Es ist zwar noch keine Entscheidung gefallen: In Baar stehen aber schon die Gläser zur allfälligen Wahl von Thomas Aeschi bereit. (Bild: Harry Ziegler / Neue ZZ)
SVP Fraktionschef Adrian Amstutz gibt vor dem siebten Jahrgang vor der Vereinigten Bundesversammlung eine Erklärung ab. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Was sucht Bundesratskandidat Guy Parmelin, hier neben SVP-Präsident Toni Brunner, hier in seinem Pult? (Bild: PETER KLAUNZER)
Live-Uebertragung der Bundesratswahlen 2015 mit Mitgliedern der SVP Baar im Restaurant Sport-Inn in Baar. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Live-Übertragung der Bundesratswahlen 2015 im Restaurant Sport-Inn in Baar. (Bild: ALEXANDRA WEY)
SVP Präsident Toni Brunner, links, diskutiert mit Balthasar Glaettli, GP-ZH, Mitte, und SVP Fraktionschef Adrian Amstutz, BE. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Bundesratskandidat Guy Parmelin, rechts, diskutiert mit Ständerat Claude Janiak, SP-BS. (Bild: LUKAS LEHMANN)
SVP-Nationalrat und Parteipräsident Toni Brunner, SG, links, und Bundesratskandidat und Nationalrat Guy Parmelin, VD, unterhalten sich und haben sichtlich Freude. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Parteipräsident Christophe Darbellay (CVP) gibt ein Interview. (Bild: THOMAS HODEL)
Parteipräsident Philipp Müller (FDP) gibt ein Interview. (Bild: THOMAS HODEL)
Für alles vorbereitet: Ein Polizeiauto steht vor dem Eingang des Bundeshauses. (Bild: THOMAS HODEL)
Ein Ratsmitglied wirft den Stimmzettel in die Urne. (Bild: MARCEL BIERI)
Die zurücktretende Bundeskanzlerin Corina Casanova, Mitte, verabschiedet sich von der Nationalratspräsidentin Christa Markwalder, BE, nach ihrer Rede vor der Vereinigten Bundesversammlung. (Bild: MARCEL BIERI)
Für jeden Wahlgang haben die Stimmzettel eine andere Farbe. (Bild: FABRICE COFFRINI)
Die Urnen werden geleert. (Bild: FABRICE COFFRINI)
Die zurücktretende Bundeskanzlerin Corina Casanova, links, sitzt neben ihren Regierungskollegen den Bundesräten Alain Berset, Didier Burkhalter und Ueli Maurer während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Schaffts der Zuger Thomas Aeschi? Die Spannung steigt, auch bei Siegfried und Margrit Aeschi, den Eltern des SVP-Nationalrats Thomas Aeschi, welche die Bundesratswahlen im Grand Café des Alpes mit Landammann Heinz Tännler (rechts) verfolgen. (Bild: Harry Ziegler / Neue ZZ)
Beat Flach, GLP-AG, links, gibt seinen Stimmzettel in die Urne, welche ihm Ratsweibelin Nathalie Radelfinger hinhält. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Bundesratskandidat Norman Gobbi, links, wird im Vorzimmer des Nationalrats von SVP Nationalrat Pirmin Schwander, SZ, Mitte, und weiteren Gewählten begrüsst. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Bundesratskandidat Guy Parmelin (Mitte) lacht mit Ratskollegen während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Die zurücktretende Bundeskanzlerin Corinna Casanova erhält Blumen zum Abschied vor der Vereinigten Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
Die Mitglieder der Vereinigten Bundesversammlung applaudieren der zurücktretenden Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (MItte). (Bild: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf empfängt Applaus von Kollegin Doris Leuthard, links, und den Mitgliedern der Sitzung der Vereinigten Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf empfängt Applaus. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, rechts, wird von Martin Landolt, Präsident BDP mit Blumen verabschiedet. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf verabschiedet sich an der Sitzung der Vereinigten Bundesversammlung. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Sicht in den Nationalratssaal mit der Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, rechts, spricht vor der Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Blick durch die Türe von der Wandelhalle in den Nationalratssaal während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / THOMAS HODEL)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, rechts, wird mit Blumen verabschiedet. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Der Bundesrat mit Präsidentin Simonetta Sommaruga, Johann Schneider-Ammann, Doris Leuthard, Eveline Widmer Schlumpf, Ueli Maurer und Didier Burkhalter, Mitte von vorne nach hinten, erscheinen im Nationalratssaal. (Bild: KESTONE / PETER SCHNEIDER)
Der Bundesrat mit Präsidentin Simonetta Sommaruga, Johann Schneider-Ammann, Doris Leuthard, Eveline Widmer Schlumpf, Ueli Maurer, Didier Burkhalter, Alain Berset und Bundeskanzlerin Corina Casanova, Mitt von vorne nach hinten, schreiten in den Nationalratssaal. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Die SVP-Nationalräte Guy Parmelin, VD, links, und Thomas Aeschi, ZG, unterhalten sich während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Bundesratskandidat Norman Gobbi SVP-TI in der Wandelhalle vor den Bundesratswahlen. (Bild: THOMAS HODEL)
Die SVP-Nationalräte Thomas Aeschi, ZG, rechts, und Magdalena Martullo-Blocher, GR, unterhalten sich während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Ein Teil der Zuger Delegation im Bundeshauscafé des Alpes. (Bild: Harry Ziegler / Neue ZZ)
Der Zuger Landamman Heinz Tännler bespricht sich mit der Baarer Delegation.
Die Delegation des Kantons Zug unterwegs an die Bundesratswahl. Die Stimmung ist gut. (Bild: Harr Ziegler / Neue ZZ)
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Bundesratswahl 2015 in Bern

sda

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