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Warum die SVP den Regisseur ihres Wahlkampf-Films geheim hält

Die wählerstärkste Partei hat eine 45-minütige Action-Komödie produziert, um Junge an die Urne zu locken. Ein bekannter künstlerischer Leiter hat die Dreharbeiten geführt – seinen Namen wollen die Verantwortlichen allerdings nicht bekannt geben.
Lorenz Honegger

Man kann SVP-Politikern vieles vorwerfen, fehlender Humor gehört nicht dazu. 2011 besang Parteiübervater Christoph Blocher seine Abwahl aus dem Bundesrat mit seiner eigenen Interpretation des «Schacher Seppli». 2015 veröffentlichte die wählerstärkste Partei eine neue Version von DJ Antoines «Welcome to St. Tropez» mit dem Titel «Welcome to SVP.»

Für das Wahljahr 2019 hat die Partei eine rund 45-minütige Action-Komödie produziert – der Trailer dazu wurde am Mittwoch veröffentlicht. Bei den Protagonisten handelt es sich um bekannte Parteiexponenten: darunter Blocher, Albert Rösti, Andreas Glaerner, Roger Köppel, Magdalena Martullo-Blocher und Thomas Aeschi.

Fünf Episoden

Die SVP wird den Film ab dem 5. September gestaffelt in fünf Episoden veröffentlichen. Das Ziel: «Mit unserer Action-Komödie wollen wir jüngere Wählerschichten ansprechen», sagt der Zürcher SVP-Nationalrat Thomas Matter gegenüber der Redaktion CH Media. Die Nachwahlbefragungen 2015 hätten gezeigt, dass Wählerinnen und Wähler zwischen 18 und 40 Jahren mit dem Musikvideo «Welcome to SVP» sehr gut erreicht worden seien. Wie die Resonanz auf die Action-Komödie ausfallen werde, könne er nicht sagen, weil das Format im Schweizer Wahlkampf völlig neu sei.

Für die künstlerische Leitung der viertätigen Dreharbeiten konnte die SVP laut Matter «einen renommierten Regisseur» engagieren. «Wir haben jedoch vereinbart, dass wir seinen Namen nicht öffentlich machen, weil die Kulturszene der SVP gegenüber sehr feindlich eingestellt ist. Wir wollen vermeiden, dass der Regisseur deswegen Aufträge verliert.»

Was die Filmproduktion gekostet hat, will Matter nicht verraten. Die Kosten seien jedoch tiefer als der Preis eines ganzzeitigen Inserates in der Gratiszeitung «20 Minuten».

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