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Was Doris Leuthard bei den Chinesen sucht

Das Reich der Mitte hat seit heute hohen Schweizer Besuch. Bundespräsidentin Doris Leuthard reist während fünf Tagen von Chongquing via Shanghai nach Peking. Doch was macht sie dort eigentlich?

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Doris Leuthard auf Reisen
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 Schände schütteln un Lächeln: Leuthard und Berlusconi

Doris Leuthard auf Reisen

Wieso reist Leuthard nach China?
Die Reise Leuthards steht im Kontext des 60-jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen der Schweiz und China. Im Zentrum stehen Gespräche für ein Freihandelsabkommen.

Wer begleitet sie?
Eine hochrangige Wirtschaftsdelegation von 28 Vertretern aus der Maschinenindustrie, der Pharma und dem Bankenwesen sind an Leuthards Seite. Einer von den Begleitern ist Johann Schneider-Ammann, Chef der Langentaler Amman-Gruppe und zur Zeit heiss gehandelter Bundesratskandidat der FDP.

Mit wem trifft sich die Magistratin?
Allen voran mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao. Zudem lernt sie den Stadtpräsidenten der Millionenstadt Chongquing im mittleren China kennen und besucht mit den Behördenvertretern von Shanghai die Weltausstellung Expo 2010.

Warum ist China wichtig für die Schweiz?
China - inklusive Hongkong - ist bereits seit 2002 der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien. Im Jahr 2008 exportierte die Schweiz 7,3 Milliarden Franken an Gütern und Dienstleistungen nach China und importierte für 3,9 Milliarden Franken. Gemäss dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse gehören die Schweizer Unternehmen zu den aktivsten Investoren in China. Allerdings gibt es auch Handelshindernisse: So ist beispielsweise der Schutz für geistiges Eigentum von Schweizer Produkten nach wie vor ungenügend, weshalb diese in China reichlich kopiert werden.

Was nützt der Schweiz das Freihandelsabkommen mit China?
Damit würden die Zölle, die durchschnittlich 10 Prozent betragen, ganz oder teilweise wegfallen. Zudem wären Schweizer Marken besser gegen chinesische Plagiate geschützt.

Wie viele Schweizer Firmen machen Geschäfte in China?
Rund 300 Schweizer Firmen sind bereits im Reich der Mitte ansässig. Sie betreiben mehr als 700 Niederlassungen und beschäftigten 2008 fast 120 000 Mitarbeitende.

Kommt Leuthard nach ihrem Besuch sofort in die Schweiz zurück oder hängt sie noch einige Ferientage an?
Gemäss dem Eidgenössischen Finanzdepartement reist die Bundespräsidentin umgehend in die Schweiz zurück. Ihre Ferien hat sie bereits zuvor in Indonesien verbracht. (jep)